Microsoft übernimmt Nokia:Mit dem Deal sind Soft- und Hardware vereint

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Noch 2010 hat Nokia bekannt gegeben, es sei nun ein Software-Unternehmen, kein Telefonhersteller mehr. Das war kurz bevor Stephen Elop, der Mann von Microsoft, zum neuen Geschäftsführer wurde.

Apple hat gepunktet, was die Software angeht, Nokia nicht. Das von Nokia entwickelte Symbian-Betriebssystem, das damals den Smartphone-Markt beherrschte, wurde von den Kunden nicht angenommen. Es galt als klobig. Die Handys von Nokia haben viele Funktionen, hieß es, aber sie sind einfach unmöglich zu bedienen. 2012 wurde Symbian eingestellt.

Dort, wo Nokia einst versprochen hat, seine Software zu platzieren, klafft seitdem ein Loch. Auch deshalb entschied sich Elop wohl für eine Zusammenarbeit mit Microsoft. Nokia hat es nicht geschafft, seine Innovationskultur zu verändern, es ist auch heute noch vornehmlich ein Hardware-Unternehmen.

Jetzt also der Deal mit Microsoft, dem paradigmatischen Gegenstück zu Nokia, ein genuiner Softwarehersteller. Soft- und Hardware sind damit vereint. Ballmer zufolge gehen 80 Prozent der Verkäufe mit dem Betriebssystem "Windows Phone" zurück auf Nokia. Anleger haben begeistert reagiert, heißt es. Es gibt eine Vision, immerhin.

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