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Mehr als wertloser Elektroschrott:6000 Geräte pro Monat

Mehr als 6000 Geräte bekomme sein Unternehmen derzeit pro Monat zugeschickt, neben Handys auch Digitalkameras, MP3-Player und Computer. Tendenz steigend. 80 Euro zahlt "Wirkaufens" laut Wolf im Schnitt je Gerät aus. Die Modelle werden technisch und optisch aufbereitet, Datenspuren der Besitzer gelöscht. Geld verdient die Firma mit dem Weiterverkauf im In- und Ausland.

Das Angebot soll Verbraucher ansprechen, die ausgediente Geräte möglichst unkompliziert zu Geld machen wollen. Privatpersonen können diese auch selbst auf Ebay versteigern, aber das ist aufwendig. Der Anbieter muss eine Auktion initiieren, Fotos ins Netz stellen, Fragen von Interessenten beantworten und den Versand organisieren. Viele scheuen diesen Aufwand.

Auch große Mobilfunkanbieter sehen inzwischen Vorteile im professionellen Gebrauchthändler-Modell und kooperieren mit "Wirkaufens". Sie bieten Kunden, auf ihrer Homepage an, Althandys bei der Firma in Zahlung zu geben und legen teils noch Gutscheine als zusätzlichen Anreiz obendrauf.

Sie haben erkannt, dass es die Bereitschaft für Neuanschaffungen steigern kann, wenn Verbraucher zumindest einen Teil des Kaufpreises für das Nachfolgemodell durch den Verkauf des alten gegenfinanzieren können.

Und Gelegenheiten für einen vorzeitigen Modellwechsel wird es auch künftig genügend geben. Kaum dass die Smartphone-Welle durch das Land rollte, steht mit der Einführung von Geräten mit 3D-Displays der nächste Technologiesprung schon bevor. "Das wird der nächste große Boom", meint Wolf. Wohl auch für seine Firma.