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Markteinführung des Surface:Microsofts Tablet wird deutlich teurer

Ein Tablet von Microsoft für 199 Dollar? Das Gerücht um den günstigen Preis des Surface hielt sich hartnäckig. In Microsofts amerikanischem Online-Shop wurde das Geheimnis um den Preis nun gelüftet: Zur Enttäuschung der Kunden.

Microsoft Surface Tablet iPad Apple Konkurrenz

Das Surface kommt mit dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 am 26. Oktober auf den Markt.

(Foto: dpa)

Es war eines der großen Geheimnisse von Microsoft: der Preis des Tablets Surface. Im Sommer hatte es Gerüchte gegeben, denen zufolge Microsoft das Gerät deutlich billiger verkaufen wolle als das iPad des Konkurrenten Apple um damit einen Angriff zu starten. Für 299 oder sogar nur 199 Dollar solle das Surface verkauft werden, hieß es damals. Doch jetzt ist das Geheimnis gelüftet - und der Preis wird deutlich höher sein.

Microsofts erstes eigenes Tablet wird ungefähr so teuer sein wie das von Apple. Der Preis für die günstigste Version des Geräts wird in den USA bei 499 Dollar liegen. Allerdings soll es bei Microsoft dafür einen etwas größeren Bildschirm sowie 32 Gigabyte Speicher geben statt 16 GB beim billigsten iPad. Das günstigste Apple-Tablet ist in den USA das iPad 2 für 399 Dollar, das aktuelle Modell iPad 3 gibt es ab 499 Dollar.

Das Surface kommt mit dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 am 26. Oktober auf den Markt. Microsoft bestätigte die Preise, nachdem die Angaben zunächst für kurze Zeit auf einer Webseite des Unternehmens aufgetaucht waren.

Für 599 Dollar gibt es demnach das Surface-Tablet samt Tastatur "Touch Cover", die auch als Schutzhülle fungiert. Für weitere 100 Dollar wird der Speicher auf 64 Gigabyte aufgestockt. Windows-Chef Steven Sinofsky pries die Preise vor US-Reportern als "großartigen Deal", berichtete das Blog All Things D.

Mit dem Surface wagt sich Microsoft erstmals selbst in das Geschäft mit Computer-Hardware vor. Bisher überließ der weltgrößte Software-Konzern das den Herstellern und beschränkte sich weitgehend auf die Rolle des Software-Lieferanten. In der IT-Branche wird mit Spannung beobachtet, wie sich der Vorstoß auswirkt.

© Süddeutsche.de/dpa/rela
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