Manöver simuliert Internet-Attacke USA proben den Cyber-Ernstfall

Angriff auf das Internet: Bei einem großangelegten Manöver testet die US-Regierung, wie gut das Land gegen Cyber-Attacken gerüstet ist.

Mit tausenden Teilnehmern aus Behörden und Privatwirtschaft hat die US-Regierung am Dienstag ein Großmanöver zur Abwehr einer Cyber-Attacke auf Computernetzwerke gestartet.

Zukunft des Netzes

Der Kampf hat begonnen

Die vom Heimatschutzministerium organisierte dreitägige Übung "Cyber Storm III" war der erste Test für das neue Nationale Zentrum für Cyber-Sicherheit und Kommunikation (NCCIC), das sich die Koordination für den Krisenfall zum Ziel gesetzt hat.

An dem Manöver im NCCIC-Hauptquartier in Arlington bei Washington beteiligten sich Vertreter von sieben Ministerien, elf US-Bundesstaaten, 60 Privatuntenehmen und elf ausländischen Partnern - unter ihnen Deutschland.

Das Manöver sollte nach Angaben seines Leiters Brett Lambo vom Heimatschutzministerium die Abwehrbereitschaft der Teilnehmer für den Fall einer Cyber-Attacke auf den Prüfstand stellen. Auch sollte es darum gehen, wie Informationen zwischen verschiedenen Stellen der Privatwirtschaft und der Regierung effektiv ausgetauscht werden können.

"Wir wollen uns hier wirklich unter Stress setzen", sagte Lambo. Das Übungsszenario geht davon aus, dass ein unbekannter Angreifer Schwächen in US-Computernetzwerken ausnutzt. In der Simulation könnten die Cyber-Angriffe zu Todesfällen und zu schweren Beeinträchtigungen der Copmputernetzwerke von Regierung und Unternehmen führen.

"Bei 'Cyber Storm III' nutzen wir das Internet, um sich selbst anzugreifen", sagte Lambo. Details des Szenarios wollten die Organisatoren nicht preisgeben. Das NCCIC wurde im Oktober 2009 eingerichtet; es soll Regierungsstellen und Privatwirtschaft bei der Abwehr von Cyber-Attacken zusammenbringen.