Lernen mit Podcasts:Intelligenz im Ohr

Parlez-vous francais?

Lernen mit Podcasts: Beim Bundeskanzlerin-Podcast von Angela Merkel lernt man zwar keine Fremdsprache, aber vielleicht etwas anderes

Beim Bundeskanzlerin-Podcast von Angela Merkel lernt man zwar keine Fremdsprache, aber vielleicht etwas anderes

(Foto: Foto: dpa)

Um das Französisch aufzufrischen, gibt es die Seite frenchpodclass.com. Sebastien Babolat, ein nach Kalifornien ausgewanderter Franzose, gibt zwei Mal pro Woche einen kreativen, technisch professionellen Video-Podcast heraus, für den er bislang kein Geld verlangt.

Der Lerneffekt wird durch Rätsel und Sprachspiele erzielt. Und wem die eine oder andere Konstruktion in der Lektion nicht ganz klar wird, kann sich in das Forum einloggen, in dem reger Betrieb herrscht. Dort wird alles rund ums Thema diskutiert, von internationalen Begrüßungsritualen bis hin zu französischer Lyrik.

Nicht weniger kreativ gibt sich chansontrainer.com. Hier dient jede Woche ein französischer Chanson als Ausgangsmaterial. Das Lied kommt komplett mit Übersetzung, dazu gibt es eine Vokabelliste, die jedes Wort auf Wunsch noch mal einzeln vorspricht.

Lernen durch Hören und Lesen lautet das Konzept. Mit einem Abschlusstest kann der Nutzer überprüfen, wie viele Vokabeln hängengeblieben sind. Die Kosten hierfür sind überschaubar: Ein französischer Song pro Woche kostet 30 Euro im Jahr, zwei Chansons bekommen lernwillige Gemüter für 50 Euro und drei Chansons pro Woche schlagen mit 70 Euro pro Jahr zu Buche. Es empfiehlt sich allerdings, erst einmal sieben Tage gratis zu testen, um zu sehen, ob das Niveau passt.

Spanisch und Italienisch noch selten

Eher kurz und einfach gehalten ist das kostenlose Lernangebot von spanisch-live.de, das Anfängern und leicht Fortgeschrittenen näher bringt, welche Art Kaffee ein Spanienurlauber in einer Bar bestellen kann oder wie ein Vorstellungsgespräch abläuft.

Leider dürfte aufgrund der Unregelmäßigkeit der neuen Lektionen und dem fehlenden roten Faden nur mäßiger Erfolg beschieden sein. Die Podcasts eignen sich jedoch gut als Ergänzung zu anderen Spanisch-Podcasts wie beispielsweise notesinspanisch.com oder dem klassischen, in diesem Falle kostenlosen Sprachkurs super-spanisch.de.

Dolce Vita à la Italiana findet man bei kiza.de. Die Podcasts kommen im typisch italienischen Rhythmus, also unregelmäßig, dafür geht es im Forum umso heißer her. Dort werden beispielsweise so schwerwiegende Fragen wie "Was ist das italienische Pendant zu frech?" debattiert. Auch für diesen Kurs muss der Italienliebhaber nichts bezahlen.

Auch für asiatische Sprachen gibt es Lernunterstützung mittels Podcast. Der Chinesepod bietet beispielsweise eine hilfreiche Unterstützung zum Schulbuch-Chinesisch, weil er Situationen behandelt, die dort nicht vorkommen.

(Auf der nächsten Seite: Fazit und Bewertungskriterien)

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB