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"Kodak Ektra":Foto-Smartphone von Kodak - braucht man das?

Kodak Smartphone

Die Kodak Ektra sieht aus, wie eine Kompaktkamera von 1941, ist aber ein Smartphone.

Das "Kodak Ektra" ist ein Smartphone, das aussieht wie eine Kamera von 1941. Es soll Nostalgie-Hipster und leidenschaftliche Fotografen überzeugen.

Wer sich ein neues Smartphone kaufen will, steht vor der Frage: Ein Handy, das jeder hat, also ein iPhone oder eines von Samsung? Oder lieber ein Nischenprodukt, das die Individualität unterstreicht oder gar dem Zeitgeist näherkommt? Hierfür böte sich zum Beispiel das "Kodak Ektra" an.

Das Smartphone orientiert sich äußerlich an dem gleichnamigen Kompaktkamera-Modell aus dem Jahr 1941. So prangt auf der Rückseite des 5-Zoll-Modells eine ungefähr zwei Zentimeter große Linse. Die Smartphone-Hülle ist hübsch in schwarzes Lederimitat gepackt. Retro-Optik pur.

"Leidenschaft für Fotografie"

Und auch das Bedienkonzept setzt an manchen Stellen auf Althergebrachtes. Belichtung, Weißabgleich oder Blende lassen sich manuell einstellen. Die moderne 21-Megapixel-Kamera hat eine Anfangsblende von f/2.0 und einen Bildstabilisator, Aufnahmemodi wie HDR, Porträt, Landschaft, Sport und einen Bokeh-Modus, der den Hintergrund weichzeichnet. Zudem gibt es eine 13-Megapixel-Selfie-Kamera. Das Smartphone entspricht heutigen technischen Ansprüchen.

Denn nicht nur Nostalgie-Hipster sollen das neue Kodak-Smartphone kaufen, das ab Dezember für rund 500 Euro zu haben ist. Das Android-Gerät solle vor allem Menschen mit einer Leidenschaft für Fotografie ansprechen, wünscht sich Tim Shepherd vom Hersteller Bullitt Group. Dafür sind diverse Apps vorinstalliert, etwa zur Bildbearbeitung oder eine Anwendung, mit der man sich Abzüge bestellen kann.

Die Bullitt Group hatte zuletzt im Frühjahr unter der Marke Caterpillar ein Outdoor-Smartphone herausgebracht. Nun vermarktet sie auch mit Kodak ein Handy. Auch wenn die legendäre US-Firma letztlich das Zeitalter der Digitalfotografie verschlafen hat, zwischenzeitlich Insolvenz anmelden musste und sich mittlerweile auf Digitaldruck konzentriert.

Von der Original Kodak Ektra, der ersten Kleinbildkamera mit Wechselfilmmagazin, wurden bis zum Produktionsende im Jahr 1948 nur etwa 2500 Stück gebaut. Mit diesen Zahlen dürfte rund 70 Jahre später keine der beteiligten Firmen auch nur annähernd zufrieden sein.

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