Kabel von Anker Braucht man ein Ladekabel, mit dem sich Autos abschleppen lassen?

Sollen einiges aushalten: Ankers Kabel zum Aufladen von Apple-Geräten mit Lightning- Anschluss.

(Foto: Anker)

Ankers Apple-kompatibles Ladekabel soll besonders robust sein. Im Alltag zählen aber andere Werte.

Von Helmut Martin-Jung

Hinter der weißen Kunststoffhülle am Stecker hatten schon länger dünne bunte Kabel hervorgelugt. Und dann kam es, wie es kommen musste: Handy angesteckt, aber da tat sich nichts. Kein Ladestrom mehr, nirgends. Klar, das Kabel hatte einiges mitmachen müssen. Die Kinder hatten es am Kabel aus dem Netzteil gezogen, nicht, wie es sich gehört, am Stecker. Es war mit auf Reisen gewesen, eingequetscht im engen Koffer, einmal fuhr jemand sogar mit dem Bürostuhl drüber. Und doch: Müsste so ein Kabel nicht ein bisschen was aushalten?

Hier sieht der Zubehörhersteller Anker seine Nische. Gegründet von einigen ehemaligen Google-Mitarbeitern, hat sich die US-Firma auf Kabel und Ladegeräte spezialisiert. Seine neuen Kabel zum Anschluss von Apple-Geräten mit Lightning-Anschluss der Serie Powerline II bewirbt Anker sogar mit dem Slogan "robustestes Kabel der Welt". Mit dem Kabel könne man, was hoffentlich nie nötig ist, sogar ein Auto abschleppen, ohne dass es reißt.

Wichtiger im täglichen Einsatz ist allerdings anderes. Die Stecker müssen satt in die Buchsen gleiten, sollen nicht zu streng, aber auch nicht zu locker sitzen. Und vor allem sollten die Kabel das Aufladen nicht ausbremsen. Wie Tests gezeigt haben, schlagen sich dabei durchaus nicht alle Kabel gleich gut. Bei Stichproben erledigten unsere Test-Kabel von Anker ihren Job jedoch gut. Sie wirken nicht so betont robust wie die mit Nylon ummantelten Vorgänger-Modelle, sind aber an den Stellen, wo es drauf ankommt - direkt am Stecker beispielsweise - verstärkt.

Ein Kabel, das lange hält und robust ist, bietet aber auch einen Sicherheitsvorteil. Durch blank liegende Kabel können auch bei USB-Ladegeräten durchaus Probleme entstehen, auch wenn die Ströme eigentlich nicht so hoch sind.

Dass es gute Alternativen zu Apples Originalware gibt, ist auch deshalb nicht unwichtig, weil Apple für seine Zubehörteile gerne kräftig hinlangt. Die Anker-Kabel gibt es in verschiedenen Längen und Farben, Kostenpunkt zwischen sieben und 13 Euro, je nach Länge. Der Hersteller gewährt zudem eine lebenslange Garantie auf die Kabel.

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