1Password

1Password ist für viele Apple-Nutzer der Manager der Wahl. Auf einem Windows-Rechner ist die Einrichtung etwas komplizierter. Dafür sieht 1Password hervorragend aus.

Funktionen

Der 1Password-Tresor ist ähnlich umfangreich wie der von Lastpass. Alle möglichen Daten, von Logins für Webseiten, über Kreditkarteninformationen bis zu Passwörtern für Router, können verschlüsselt gespeichert werden. Einen Passwort-Generator gibt es auch hier, allerdings ist der nicht ganz so individuell einstellbar wie der von anderen Anbietern. Um Passwörter mit anderen Nutzern zu teilen, ist die Family-Version nötig.

Einrichtung

1Password wurde für iOS-Nutzer entwickelt, und das merkt man auch. Auf einem Windows-PC fällt es zwar leicht, einen Account anzulegen - um aber grundlegende Funktionen wie das automatische Ausfüllen von Login-Formularen nutzen zu können, sind eine Browser-Erweiterung und zusätzlich die 1Password-Desktop-App erforderlich.

Bedienung

Die Desktop-Oberfläche der App ähnelt der von Lastpass. Die einzelnen Kategorien sind gut sortiert und leicht zu finden. Hat man die App mit der entsprechenden Browser-Erweiterung verknüpft, fragt das Programm nach jedem erfolgreichen Login, ob das Passwort in den 1Password-Tresor aufgenommen werden soll. Auf einem Windows-Rechner funktioniert 1Password problemlos, ist allerdings nicht ganz so intuitiv wie Lastpass.

Sicherheit

Wie die meisten vertrauenswürdigen Passwort-Manager nutzt 1Password moderne Verschlüsselungsalgorithmen wie AES-256 und PBKDF2. Die Kennwörter sind auch hier Ende-zu-Ende-verschlüsselt, verlassen das lokale Gerät also nie im Klartext. Sie sind damit weder für 1Password noch für Angreifer einsehbar.

Anstelle einer Zwei-Faktor-Authentifizierung setzt 1Password auf einen Account Key. Dieser 34-stellige Code wird bei der Kontoerstellung generiert und muss dann auf jedem neuen Gerät einmalig eingegeben werden. Dazu muss man sich den Code ausdrucken oder aufschreiben. Das ist mindestens genauso sicher wie die 2FA, bringt aber praktische Nachteile. Wenn gerade kein bekanntes Gerät in der Nähe ist, bei dem man den Code nachschlagen könnte, muss der Login leider warten.

Preis

Die Version für einen Einzelnutzer kostet knapp 36 Dollar im Jahr. Die Familienversion für fünf parallele Nutzer gibt es für knapp 60 Dollar. Sie enthält die Möglichkeit, Passwörter und Notizen mit Familienmitgliedern zu teilen. Wer 1Password ausprobieren will, kann das 30 Tage lang kostenlos tun.

Bild: Screenshot: SZ / 1Password 8. Februar 2017, 20:072017-02-08 20:07:50 © SZ.de/sih