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Islamischer Staat und Anonymous:Wie Hacker, Dschihadisten und Geheimdienste Cyberkrieg führen

Propaganda, Attentatspläne, Überwachung: SZ-Reporter gehen den Spuren des digitalen Kampfes nach.

Von Johannes Boie, Nicolas Richter, Hakan Tanriverdi und Christian Zaschke

Es herrscht Krieg in Syrien und Irak und Terroristen tragen ihn in die Städte Westeuropas. Es ist ein Krieg, der mit Kalaschnikows und Sprengstoffwesten, mit Drohnen und Jets geführt wird, aber auch mit Tastatur und Maus. Hacker und andere Computerspezialisten spielen auf allen Seiten des Konfliktes eine gewaltige Rolle. Ihre Arbeit ist untrennbar mit dem Töten und Sterben auf den Straßen von Paris und in Syrien verbunden, sie ist ein Teil des Krieges.

Und so wird nun auf allen Seiten aufgerüstet. Amerikanische, britische und deutsche Geheimdienste stellen Tausende Informatiker ein, stemmen sich öffentlich gegen Verschlüsselungstechnologie und attackieren die Terrororganisation IS digital. Tausende Hacker haben den Terroristen ebenfalls den Krieg erklärt. Doch diese Szene ist nicht so gut organisiert wie die Geheimdienste. Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat zwar ein martialisches Video veröffentlicht, in dem den Terroristen eindrucksvoll gedroht wird. Doch bislang sind nur einige Twitter-Acocunts von IS-Sympathisanten entlarvt worden - und das zu einem hohen Preis. Anonymous hat mit seiner Aktion auch zahlreiche Unschuldige getroffen. Eine Gruppe hat sich unter anderem wegen dieser Fehler von Anonymous abgespalten. Die GhostSecGroup (GSG) bricht in Anbetracht des globalen Terrorismus mit der Ethik, die viele andere Hacker vertreten. Sie arbeitet mit amerikanischen Sicherheitsbehörden zusammen.

Auch die Terroristen versuchen, bessere Hacker zu werden. Attacken wie jene in Paris oder Tunesien wären ohne digitale Kommunikation nicht denkbar. Für die IS-Mitglieder gehört digitale Technik zu ihrem Alltag. Gelernt haben sie vor allem, wie man soziale Netzwerke zu Propagandazwecken einsetzt.

Für die Seite Drei der Süddeutschen Zeitung sind vier Reporter den digitalen Spuren des IS-Terrorismus und denen seiner Gegner gefolgt.

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© SZ.de/mri
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