In-Ear-Kopfhöhrer C5 von B&W im Test:Hübsch und klangstabil

Wer bei Ohrhörern einen guten Klang möchte, sollte die Billig-Stöpsel schnell vergessen. Höherwertige Produkte sind allerdings nicht gerade günstig. Wir haben den C5 von B&W getestet.

Helge Denker

Ohrhörer, die mobilen Musikspielern oder Handys von Haus aus beigelegt werden, sind meistens von minderer Qualität. Wer besseren Klang will, greift schnell zu höherwertigen Kopf- oder Ohrhörern.

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Ohrhörer Ohrhörer

(Foto: B&W)

Mittlerweile ist deshalb ein großer Markt mit Angeboten zum Nachrüsten entstanden. Neben offenen und geschlossenen Modellen sind vor allem die Im-Ohr-Modelle, sogenannte In-Ear-Headphones, zum Musikhören unterwegs sehr beliebt.

Sie sitzen relativ fest im äußeren Gehörgang und schirmen damit auch laute Umgebungsgeräusche weitgehend ab. Ein weiterer Vorteil dieser Gerätegattung: Sie sind besonders leicht und kompakt und relativ unauffällig zu tragen. Der britische Audio-Spezialist Bowers und Wilkins (B&W) hat, neben dem mobilen Kopfhörer P5, jetzt sein erstes In-Ear-Modell C5 vorgestellt, das knapp 180 Euro kostet.

Dieser futuristisch gestaltete Im-Ohr-Hörer ermöglicht über ein eingebautes Mikrophon und ein kleines Bedienelement am Kabel auch das Freisprechen mit dem iPhone von Apple und dient so gleichzeitig als Headset. Das klappt in der Praxis ohne Probleme und in erstaunlich guter Sprachqualität. Wird Musik gehört, ist der Klang des C5 sehr ausgewogen - neutral und bassstark, ohne jedoch dabei zu wummern.

Die hohen Töne übertragen die beiden Membranen unaufdringlich und angenehm. Besonders Blechbläser, Streicher und Klavierklänge gibt der C5 sehr fein aufgelöst und räumlich gut gestaffelt wieder. Für die Freunde von Rock- und Pop bietet der C5 viel Dynamik und eine etwas höhere Maximallautstärke als andere Kopf- und Ohrhörer.

eine Mini-Membranen liefern auf Knopfdruck einen druckvollen Sound, von dem zur Freude anderer nur wenig nach außen dringt. Ein aktives Lärm-Unterdrückungs-System, das die Umgebungsgeräusche auslöscht, hat der C5 nicht. Der Sitz des Ohrhörers wird auch nach stundenlangem Tragen nicht unangenehm, er lässt sich mit den vier beiliegenden Ohrpolster-Sets individuell anpassen.

Diese Anpassung sorgt dafür, dass die Stöpsel sicher sitzen und nicht aus den Ohren rutschen. Das Wechseln der Ohrpolster ist aber nicht ganz einfach und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Ein besonders ungewöhnliches Detail sind die verstellbare Kabelschlaufen an jedem Ohrhörer, die sich in die Ohrmuscheln legen und die auch bei schnellen Bewegungen für einen sicheren Sitz sorgen sollen.

Das Einsetzten und Anpassen der Schlaufen erfordert am Anfang etwas Übung, klappt aber dann ohne Probleme. Kabel, Stecker und der Kopfhörer selbst wirken robust und überstehen auch kräftiges Ziehen und einen etwas ruppigen Umgang. Und für den sicheren Transport des C 5 dient eine kleine, gepolsterte Tasche, die beim Kauf mitgeliefert wird.

Fazit: Wer einen hochwertigen Ohrhörer sucht, der eigenständiges Design und einen überdurchschnittlich guten Klang bietet, ist mit dem C5 von B&W gut bedient.

© SZ vom 4.10.2011/mri
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