bedeckt München 15°
vgwortpixel

"Horizon Zero Dawn":Angriff der Stahl-Dinosaurier

Im Playstation-4-Spiel "Horizon Zero Dawn" ist die menschliche Zivilisation ausgestorben - und primitive Stämme kämpfen gegen die Herrschaft gewaltiger Maschinen.

(Foto: Sony/PR)

Wie gegen einen prähistorischen Terminator: Im Playstation-Spiel "Horizon Zero Dawn" kämpft der Spieler mit Pfeil und Bogen gegen die Herrschaft der Maschinen - und schlägt sich nicht einmal schlecht.

Man könnte das Ungetüm für einen Dinosaurier aus "Jurassic World" halten. Eine Urzeitechse aus Stahl, mit Panzerplatten statt Schuppen, Hydraulik statt Muskeln, Feuerwaffen statt Klauen. Nach dem Ende der menschlichen Zivilisation, so erzählt es der Trailer von "Horizon Zero Dawn", einem kommenden Spiel für die Playstation 4, hat sich die Natur den Planeten zurückerobert. Und es entstand "neues Leben".

Nur, dass dieses Leben nicht aus Fleisch und Blut besteht, sondern aus Eisen und Öl. Wie wilde Tiere bevölkern allerlei Arten von Maschinen die überwucherten Ruinen ehemaliger Städte: Straußenähnliche Roboter grasen auf den Steppen und tragen auf ihrem Rücken gläserne Container mit einer grünschimmernden Flüssigkeit - eine "wichtige Ressource für den Spieler", wie einer der Programmierer erklärt.

Der Spieler schlüpft in die Rolle einer menschlichen Stammeskriegerin, einer jungen Frau im modischen Steinzeit-Pelz-Outfit, bewaffnet mit einem futuristisch anmutenden Bogen samt elektrischer oder explodierender Pfeile. Sie benötigt die mysteriöse Flüssigkeit für irgendwas, pirscht sich an die Straußen-Bots heran, kriecht durch das hohe Gras, bis sie in Schussreichweite ist. Da brechen zwei gewaltige Maschinen durch die Bäume: "Das sind die Thunderclaws", nennt der Entwickler die Tyrannosaurus-ähnlichen Blechmonster. "Da sollte man lieber noch in Deckung bleiben."

Als schließlich doch ein Pfeilschuss fällt und einen der Glascontainer abschießt, flieht die aufgeschreckte Herde der grasenden Roboter - direkt auf die Thunderclaws zu, schutzsuchend. Es hilft nichts: Mit Hechtsprüngen und Rollen weicht man einer Raketensalve aus, duckt sich unter einem Schwanzhieb des stählernen Tyrannosaurus weg und trennt schließlich mit einem gezielten Pfeilschuss den Raketenwerfer vom Körper des Ungetüms. David gegen Goliath, Mensch gegen Maschine, irgendwo zwischen Terminator und Techno-Darwinismus.

"Horizon Zero Dawn" sieht in dieser ersten Spielsequenz großartig aus: Der Kampf erscheint dynamisch und reich an strategischen Möglichkeiten, die Maschinentiere wirken trotz ihres chromglänzenden Äußeren dynamisch und die offene Spielwelt lädt mit ihren schneebedeckten Gipfeln und überwucherten Hochhausruinen am Horizont zum Erkunden ein. Aber: Auch das beste Action-Rollenspiel unterhält nicht über zig Spielstunden, wenn die Abwechslung fehlt.

"Andere Spiele variieren die ganze Zeit nur einen Gegnertyp, das Problem ist uns bewusst", verspricht der Programmierer. "Wie viele verschiedene wir haben werden, können wir noch nicht verraten." Nicht einmal ungefähr, ob es eher fünf oder eher fünfzig sein werden. Nach dem Wenigen, was bisher von "Horizon Zero Dawn" bekannt ist, kann diese Zahl für die Qualität des Spiels entscheidend sein. "Es werden genug sein. Versprochen", sagt der Programmierer.

A message 'Thank you for playing' is seen on PC monitors used to play 'Heroes of the Storm' developed by video game producer Blizzard Entertainment, during the Gamescom 2015 fair in Cologne

Mehr als 300 000 Menschen kommen jährlich zur Gamescom nach Köln - die weltweit größte Messe für Computerspiele. Wir stellen die aktuellen Unterhaltungs-Trends und kommenden Spiele-Blockbuster der Gamescom vor.

© SZ.de/sih
Zur SZ-Startseite