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Hardware:Wie ein alter Rechner wieder nützlich wird

Wer seinen Rechner oder andere elektronische Geräte nicht mehr braucht, sollte sie nicht einfach auf den Müll werfen. Mit ein wenig Bastelei lässt sich der alten Hardware oft neues Leben einhauchen: Sechs nützliche Tipps.

Hardware ist heute oft schon nach wenigen Jahren überholt, und neue Geräte kommen ins Haus. Die alten Schätze werden eingemottet oder verschrottet, dabei lassen sie sich häufig noch in einem anderen Bereich weiternutzen. Das fordert zum Beispiel auch die neue europäische Abfallrahmenrichtlinie, in der erstmals die Wiederverwendung festgeschrieben wurde. "

Auferstanden aus Platinen - Hardware neu nutzen statt wegwerfen

Schade um die Festplatten: In einem Gehäuse hätten sie noch als Backup-Medium dienen können.

(Foto: dpa-tmn)

Die Weiterverwendung der Elektro- und Elektronikgeräte ist ein Beitrag zum Umweltschutz", heißt es zum Beispiel beim Umweltbundesamt. Dabei sind der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Einige Vorschläge:

Festplatte ins Gehäuse stecken: Ein Tipp, der sehr einfach umzusetzen ist. Auch wenn es nur 20 Gigabyte (GB) sind, eignet sich eine ausrangierte Festplatte als externer Speicher zur Datensicherung. Dazu wird nur ein USB-Gehäuse benötigt, das im Handel wenige Euro kostet - entweder in der Baugröße 3,5 Zoll für PC-Festplatten oder in der Größe 2,5 Zoll für Festplatten aus Notebooks.

Achtung bei den Anschlüssen: Ältere Platten haben einen IDE-, neuere einen SATA-Stecker. Auch wenn am eigenen Notebook oder am eigenen PC noch kein USB-3.0-Port vorhanden ist, lohnt es, ein Gehäuse zu kaufen, das den neuen schnellen USB-Standard unterstützt.

Rechner als Netzwerkspeicher nutzen: Sowohl ein alter PC als auch ein außer Dienst gestelltes Notebook oder Netbook taugen als Netzwerkspeicher für zu Hause. Alles, was unnötig ist und Strom verbraucht, sollte ausgebaut werden, also Grafik-, Sound- oder TV-Karte. Manuel Schreiber von der Computerzeitschrift Chip empfiehlt als Software zum Betrieb eine alte Windows-Lizenz zusammen mit der Freeware FileZilla Server.

Beim Installieren sollte "Install as a service, started with Windows" gewählt werden, damit das Programm mit Windows startet. Nutzer, die auf den Mini-Server zugreifen wollen, benötigen den kostenlosen FTP-Client FileZilla.

PC zum Media-Center machen: Wer keinen Festplattenrekorder oder netzwerkfähigen Receiver sein Eigen nennt, kann seinen ausgedienten PC zur Heimkino-Zentrale im Wohnzimmer machen, die Filme, Bilder, Musik oder auch Internetradio ausgibt. Verfügt der Rechner noch nicht über die passenden TV-Anschlüsse wie HDMI, lohnt es sich Schreiber zufolge, eine günstige Grafikkarte zu kaufen, die solche Schnittstellen hat.

Software, die den Rechner zum Media Center macht, ist oft kostenlos - so etwa das Open-Source-Programm MediaPortal, das sich mit diversen Fernbedienungen versteht. Außerdem gibt es zahlreiche Benutzeroberflächen (Skins) und Erweiterungen (Plug-ins) für die Freeware. Eine Erweiterung kann zum Beispiel sogenannte Emulatoren - kleine Programme, die alte Konsolen oder Computer wie den Amiga simulieren - sowie die dazugehörigen Spiele einbinden. Damit wird das Media-Center auch zur Spielkonsole.

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