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Hardware-Flops:Warum Microsoft nicht Microhard ist

Kennen Sie noch Mira, Kin und Zune? Nicht? Macht nichts. Microsofts Versuche, eigene Hardwareprodukte auf den Markt zu bringen, sind meist grandios gescheitert. Pleiten, Pech und Pannen eines Unternehmens, das seiner Zeit manchmal voraus war und mit "Surface" jetzt die Trendwende schaffen will.

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Hardware-Flops:Der Zeit voraus: Microsofts Tablet-PC Mira

Bill Gates mit drahtlosem Monitor

Quelle: REUTERS

Kennen Sie noch Mira, Kin und Zune? Nicht? Macht nichts. Microsofts Versuche, eigene Hardwareprodukte auf den Markt zu bringen, sind meist grandios gescheitert. Pleiten, Pech und Pannen eines Unternehmens, das seiner Zeit manchmal voraus war und mit "Surface" jetzt die Trendwende schaffen will.

Surface Generation 0.1: Schon 2002 versuchte sich Microsoft an einem Tablet-Computer. Bill Gates war damals von der Idee geradezu besessen, Monitore vom Rest des Computers zu trennen. Viele Käufer fand das Gerät nicht. Hauptgrund für das Scheitern: Bei Preisen zwischen 800 und 900 Dollar pro Mira-Display und bis zu 3000 Dollar für einen Tablet-PC entschieden sich die Kunden lieber für vollwertige Laptops.

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Hardware-Flops:Beispielloser Ladenhüter: Microsofts Kin

Microsoft Kin

Quelle: picture alliance / dpa

2010 hatte Microsoft das Smartphone Kin in den USA auf den Markt gebracht. Der Erfolg blieb von Anfang an aus. Gerüchten zufolge sollen zunächst nur 500 Geräte verkauft worden sein, woraufhin der Mobilfunkprovider Verizon Wireless den Kin aus dem Sortiment nahm. Bis nach Europa schaffte es das Smartphone gar nicht erst. Dem Gerät fehle einfach die Coolness, urteilte das US-Magazin Wired damals.

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Hardware-Flops:Mini-Angriff auf Apple: der MP3-Player Zune

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Quelle: AFP

Fünf Jahre nachdem Apple 2001 den Musikplayer iPod vorgestellt hatte, versuchte sich auch Microsoft an einem eigenen MP3-Gerät. Wer erwartet hatte, dass Zune besonders innovativ sein würde, wurde enttäuscht. Nicht einmal ansatzweise gelang es Microsoft, die Verkaufszahlen des iPods zu erreichen. Später erlangte Zune dennoch weltweite mediale Aufmerksamkeit. Zum Jahresende 2008 stürzten Geräte der ersten Generation reihenweise ab. Neustarts waren unmöglich.

Das endgültige Aus kam erst 2011. Seitdem ist klar, dass Microsoft keine weiteren Zunes produzieren lassen wird. Immerhin lebt das Design des MP3-Players weiter - in Windows Phone 7. 

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Hardware-Flops:Armbanduhren, Kaffeemaschinen, Schlüsselanhänger

Bill Gates Microsoft

Quelle: dpa

Auf der Computermesse Comdex in Las Vegas verkündete Bill Gates im November 2002 den Start einer skurrilen Initiative namens "SPOT" (Smart Personal Objects Technology). Dahinter verbargen sich Schlüsselanhänger, Armbanduhren und Kaffeemaschinen, die das Wetter, Nachrichten und Börsenkurse anzeigten - gegen saftige Abogebühren. Hauptgrund für das Scheitern: Die Versorgung der Armbanduhren mit Daten funktioniert - wenn überhaupt - nur in einer vorher definierten "Heimat"-Stadt. Auf Reisen sollte man Microsoft ständig via Internet seinen Aufenthaltsort verraten. 2002 war das noch ein echtes Problem.

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Hardware-Flops:Schwergewicht: Ultra-Mobile PC

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Quelle: AP

Doch der Software-Riese gab nicht auf: 2006 schmiedete Microsoft eine Allianz mit Intel, Samsung und anderen Herstellern. "Ultra-Mobile PC" tauften die Tüftler ihren nächsten Anlauf.

Wieder pries Gates kleine Computer mit berührungsempfindlichen Displays auf einer Messe an, und wieder liefen die Kunden in Scharen in die Läden - um stattdessen ganz normale Laptops zu kaufen.

Hauptgrund für das Scheitern: Mit knapp einem Kilogramm waren die  mobilen Computer deutlich schwerer als ein Papierflieger - zu schwer, um sie mit einer Hand halten zu können. Verwendete man beide Hände, konnten nur noch die äußeren Ecken des Touchscreens mit dem Daumen angetippt werden.

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Hardware-Flops:Tisch mit Touchscreen: Microsoft Surface

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Quelle: AFP

Zum Namensgeber hat es gereicht, ein Kassenschlager war Surface dennoch nicht: 2007 stellte Microsoft den Touchscreen-Computer vor, der in einem Tisch versenkt werden kann. Ins Wohnzimmer hat sich das Riesengerät kaum jemand gestellt. Was vor allem am ebenfalls riesigen Preis liegen dürfte. Fast 10.000 Euro kostet das Gerät, das mittlerweile in einer neuen Version produziert wird. Übrigens nicht mehr von Microsoft, sondern von Samsung. Jetzt also die Neuauflage als Tablet und von Microsoft selbst produziert.

© Süddeutsche.de/pauk/mri/rus
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