"Groups":Facebook startet eigene App für Gruppen

Screenshot der "Groups"-App von Facebook

So soll Facebook "Groups" aussehen.

  • Facebook veröffentlicht eine eigene App für Gruppen. Laut Aussagen des Unternehmens sind 700 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat in einer Gruppe aktiv.
  • Aus der eigentlichen Facebook-App soll die Gruppenfunktion nicht verschwinden. Ein solcher Schritt hatte bei der Messenger-App kürzlich für Empörung unter Nutzern gesorgt.

Von Hakan Tanriverdi

Die Facebook-Gruppenfunktion wird eigenständig

Facebook verfolgt die Strategie, zentrale Elemente des eigenen Dienstes in separate Apps auszugliedern: Nun veröffentlicht das soziale Netzwerk eine App mit dem Namen "Groups". Mit ihr soll die Gruppenfunktion eigenständig und damit schneller erreichbar werden. Die Gruppenfunktion wird dazu genutzt, um thematisch mit Gleichgesinnten zu diskutieren. Fans von Fußballvereinen haben oft Gruppen, aber auch zum Beispiel Wohnungssuchende organisieren sich in Gruppen und tauschen dort Informationen aus.

700 Millionen Menschen sollen Gruppen nutzen

Facebook gibt an, dass knapp 700 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat die Gruppenfunktion nutzen, bei knapp 1,4 Milliarden Nutzern. Im Unterschied zu Gruppen, wie sie im Messenger und in Whatsapp verfügbar sind, soll die Gruppenfunktion von Facebook intensiver und vor allem länger genutzt werden. Die Überlegung dahinter ist folgende: Wer beispielsweise billig an Wohnungsmöbel kommen will und in den entsprechenden Facebook-Gruppen aktiv ist, wird länger in der Gruppe bleiben und dort nach Angeboten Ausschau halten.

Die App ist vom Design her stark an den Messenger angelehnt, das heißt, an die eigentliche Facebook-App erinnert wenig. Eine der Funktionen wird es sein, besonders wichtige Gruppen als Shortcut auf dem Smartphone abzulegen, also wie eine Verknüpfung auf dem Desktop-PC.

App wird nicht ausgelagert

Die Gruppenfunktion soll aber nicht ausgelagert werden. Im Fall des Messengers entschied sich das Unternehmen dazu, die Nachrichtenfunktion von der normalen App zu trennen. Damit verärgerte das Unternehmen viele Nutzer - der Messenger erhielt daraufhin in den App Stores schlechte Bewertungen.

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