Vor 15 Jahren bewarb der Media-Markt-Prospekt neue Computer in großen Buchstaben: "Intel Pentium Prozessor! 1 Gigahertz!" Heute interessieren die reinen Leistungsdaten kaum noch, erst recht nicht bei Smartphones. Der Vollständigkeit halber seien sie trotzdem erwähnt: Prozessor (Snapdragon 821 SoC), Arbeitsspeicher (4 Gigabyte), Displaygröße (5 bzw. 5,5 Zoll) und Akku (2770 bzw. 3450 mAh) des Pixel entsprechen anderen Oberklasse-Smartphones, die genauen Spezifikationen lassen sich auf Googles Webseite nachlesen.

Wichtiger ist die Software, und beim Pixel heißt das: Android 7.1 mit den schnellsten Sicherheitsupdates und vielen exklusiven Funktionen, die auf keinem anderen Smartphone zu finden sind. Neben Design-Spielereien wie neuen Icons sind dabei vor allem zwei Dinge wichtig: unbegrenzter Cloud-Speicher für alle Fotos und Videos in maximaler Auflösung sowie der nahtlos integrierte Google-Assistent. Er ist eine Weiterentwicklung von Google Now und soll zum Helfer in allen Lebenslagen werden.

Der Assistent kann Pizza bestellen, einen Tisch im Restaurant reservieren, einen Begriff bei Wikipedia nachschlagen oder auf persönliche Daten aus E-Mails zugreifen. Dafür sind umfangreiche Berechtigungen nötig - wie es der bekannte Tech-Blogger Fefe ausdrückt: "Googles Telefone heißen jetzt Pixel, kosten grob genau so viel wie die Apple-Geräte, aber man verkauft seine Daten an Google, während Apple explizit ansagt, dass sie keine Datenverwertung im Geschäftsmodell haben."

Bild: REUTERS 5. Oktober 2016, 18:412016-10-05 18:41:40 © SZ.de/sih/jab