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Geschichte der Digitalfotografie:Immer schärfer

1969 entwickeln zwei Forscher einen Chip, der Daten speichern kann - und legen den Grundstein für die Digitalfotografie. Heute liefern sich die Hersteller ein Wettrennen um die Pixel.

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Willard Boyle und George Smith, Bell Labs

Quelle: SZ

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1969 - Erfindung des CCD-Sensors:

Willard Boyle und George Smith entwickeln den Chip für die Datenspeicherung. Dank lichtempfindlicher Bauteile, den Fotodioden oder Pixeln, legt der Sensor den Grundstein für die digitale Fotografie.

Foto: Willard Boyle(links) und George Smith (rechts), Bell Labs

Steve J. Sasson, DGPh

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1975 - Erfindung der Digitalfotografie:

Steven J. Sasson entwickelt bei Kodak die erste Kamera mit dem CCD-Sensor. Aufnahme und Datenspeicherung auf Kassette dauern 23 Sekunden. Eine Mitarbeiterin ist das erste Fotomodell, das Gesicht wird unscharf. Mit den Worten "You need work" verlässt sie den Raum.

Foto: DGPh - Sasson mit dem Prototyp seiner Digitalkamera. Kürzlich wurde Sasson der Kulturpreis 2008 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)verliehen.

Mavica

Quelle: SZ

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1981 - die erste Viedeostandbildkamera:

Sony stellt die Magnetic Video Camera "Mavica" vor. Sie ist die erste kommerziell erhältliche Kamera mit CCD Sensor. Sie speichert bis zu 50 Standbilder als analoges Videosignal auf eine Diskette. Mit einem Abspielgerät können die Bilder am Fernseher gezeigt werden.

Foto: Sony

Canon RC-701, Canon

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1984 - erste Liveschaltung:

Erstmals setzt eine japanische Zeitung die Canon RC-701 für die Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Los Angeles ein. 30 Minuten dauert die Übertragung mit 187.200 Pixel.

Foto: http://www.canon.com/camera-museum/history

Mpeg

Quelle: SZ

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1988 - erste Daten Komprimierungen:

MPEG-1, ein Standard zur Verkleinerung von Audio- und Videodaten, wird geschaffen. Daraus wird wenig später das JPEG entwickelt, ein Verfahren zur Bildkompression, das 1992 auf den Markt kommt. Der Name Joint Photografic Expert Group steht für die Erfinder.

Screenshot: chiariglione.org/mpeg

Fuji

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1988 - Speicherkarten:

Die Erfindung von Fuji revolutioniert den Markt. Erstmals werden die Daten wirklich digital und nicht wie bisher magnetisch abgespeichert. Sie können jetzt direkt am Computer eingelesen werden. Die erste Kamera, die DS-100 von Fuji, kommt 1991 mit Speicherkarte auf den Markt.

Foto: Fuji

DCS-100

Quelle: SZ

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1990 - Digitaldfotografie für Profis:

Erstmals werden die Daten bei der Kamera DCS-100 von Kodak digital auf Festplatte gespeichert. Den Preis von 25.000 Euro können bislang nur Profis bezahlen.

Foto: Nikonweb

Canon

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1996 - der Pixelwettlauf

Die Ein-Megapixel-Kamera PDC-2000 von Polaroid steht für eine neue Ära: Zielgruppe sind nun die Durchschnittsverbraucher. 1999 schafft die Camedia C-2000 von Olympus zwei Megapixel, 2003 die Canon EOS-1D sechs Megapixel. Die Hersteller setzen auf immer höhere Pixelzahlen.

Foto: Reuters

Lunix G1

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2008 - Digitale Spiegelreflexkamera ohne Klappspiegel:

In den Spiegelreflexkameras sind noch immer optische Sucher und Spiegelsysteme zu finden. Diese Reste werden jetzt durch digitale Verfahren ersetzt. Die erste digitale Spiegelreflexkamera mit Klappspiegel ist die Lumix G1 von Panasonic.

Foto: Panasonic

Hasselblad

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2008 - Pixelrekord:

Viele Fachleute halten im Amateurbereich eine Auflösung von mehr als sechs Megapixel für überflüssig. Im Profibereich wächst mit der Sensorgröße die Pixelzahl weiter: Hasselblad bringt 2009 die 60 Megapixel-Kamera H3DII-60 für 22.995 Euro heraus.

Foto: Hasselblad

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