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Gamescom:"Super Mario Odyssey" könnte das zweite Meisterwerk für die Switch werden

Super Mario Odyssey besticht mit detailliertem, liebevollem Figurendesign.

(Foto: Nintendo / PR)

Nach dem großartigen "Legend of Zelda: Breath of the Wild" belebt Nintendo die Mario-Reihe neu. Die Eindrücke von der Gamescom sind mehr als vielversprechend.

Das große Highlight hat Nintendo in diesem Jahr ja eigentlich schon hinter sich. "Legend of Zelda: Breath of the Wild" ist nicht nur eines der besten Spiele des Jahrzehnts. Dem Team um Chefentwickler Eiji Aonuma ist es außerdem gelungen, das gesamte Open-World-Spielkonzept neu zu definieren. Da reicht es ja, wenn "Super Mario Odyssey" zum Jahresende ein ganz normales - also wie gewohnt sehr gutes - Mario-Spiel wird. Oder?

Aber offenbar haben sich Nintendos Entwickler für dieses Jahr besonders viel vorgenommen. Zwei Level gab es auf der Gamescom zu sehen, eines in einer Wüstenlandschaft der Mario-Welt, eines in der Großstadt New Donk City, die nicht nur dem Namen nach an New York erinnert. Taxen brausen hier hupend durch die Straßen, Männer in Anzügen und Frauen in Kleidern stehen vor den Geschäften, ein Jazz-Musiker spielt auf einem Hochhausdach Saxofon.

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Dennoch ist es den Game-Designern gelungen, dass Mario, der ganz anders aussieht als alles andere in dieser Welt, trotzdem nicht wie ein Fremdkörper wirkt: Stahlträger unvollendeter Wolkenkratzer sehen aus wie die Kulisse aus dem Mario-Urwerk "Donkey Kong", an den Verkehrsampeln hängen die berühmten Fragezeichenblöcke, und wenn Mario auf die Motorhaube eines Autos springt, dann katapultiert es ihn auf doppelte und dreifache Sprunghöhe.

Nintendo erfindet ein neues Genre

Dabei erfindet Nintendo ganz nebenbei ein neues Genre: das Open-World-Jump-and-Run. Super Mario Odyssey ist - zumindest dem Eindruck der vorab gezeigten Spielinhalte nach - viel mehr als nur eine nichtlineare Plattformhüpferei. Jede Hausecke und jeder Fragezeichen-Block laden dazu ein, hemmungslos herum zu probieren und jeden Winkel zu erforschen.

Marios Mütze, das zentrale Element von Odyssey, kann der Spieler benutzen, um die Kontrolle über Gegner, unbeteiligte Nebenfiguren oder andere Objekte zu übernehmen. Zwei Beispiele: In New Donk City spielt ein Mann mit einem ferngesteuerten Auto. Setzt der Spieler diesem Mann Marios Mütze auf, kann er das Auto selbst steuern und damit Nischen erreichen, für die Mario zu groß ist. An anderer Stelle offenbart sich durch die Augen (und die Sonnenbrille) eines Gegners ein Geheimweg durch das Level.

Nach etwa einem Dutzend beobachteter und selbst gespielter Demo-Sitzungen dieser zwei Level kam kaum eine Spielszene zwei Mal vor. Alles, was so aussieht, als müsste es funktionieren, funktioniert auch. In dieser Hinsicht gleicht Odyssey dem jetzt schon legendären Breath of the Wild. Wenn das fertige Spiel im Herbst diesen Eindruck bestätigen kann, können sich Switch-Besitzer auf das zweite Meisterwerk freuen.

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