GamesWas im April für Gamer wichtig war

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Von Caspar von Au und Matthias Huber

Mass Effect: Andromeda

Shepard ist tot. Vermutlich. Der Held oder die Heldin der drei vorhergehenden "Mass Effect"-Spiele existiert in "Andromeda" nur noch als Legende. Kein Wunder, spielt dieser vierte Teil doch einige hundert Jahre später und in einer fernen Galaxie, die die Menschen gerade erst besiedeln wollen. So ist es die Aufgabe des Spielers, für die entstehende Kolonie den Weg zu bereiten, Planeten zu erkunden und Kontakt zu den Bewohnern herzustellen.

Das Spiel ist die altbewährte Mischung aus Rollenspiel und Shooter, dieses Mal mit etwas mehr Fokus auf Open-World-Erkundung. Wenig richtig Neues am anderen Ende des Universums also. Aber Bioware, das Studio hinter der "Mass Effect"-Reihe, war schon immer eher für spannende Geschichten und ausgefeilte Dialoge als für radikale Innovationen bekannt. Schade nur, dass die Erzählung im Überangebot der Open-World-Zerstreuung schnell zerfasert und die umständliche Steuerung und das kleinteilige Inventar-Management die eigentlich schöne interaktive Geschichte ihrer Wirkung berauben.

So kann "Andromeda" nicht mit "Legend of Zelda: Breath of the Wild", "Torment: Tides of Numenera" und "Horizon Zero Dawn" mithalten und liefert nur das bislang viertbeste Abenteuer in diesem Jahr. Trotzdem bleibt es ein gutes Spiel, das viele Fans finden dürfte.

"Mass Effect: Andromeda" ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Bild: Screenshot: Electronic Arts / PR 4. Mai 2017, 12:572017-05-04 12:57:13 © SZ.de/sih