Neue TechnikDiese Gadgets sollten Sie gesehen haben

Ein futuristischer Bluetooth-Lautsprecher, ein Roboterstaubsauger, ein vielversprechender Macbook-Konkurrent - Konsum kann glücklich machen. Vor allem, wenn gerade Erworbenes auch noch praktisch ist. Neue Technik im Check.

Von Helmut Martin-Jung, Mirjam Hauck, Thorsten Riedl und Stephan Radomsky

Bluetooth-Lautsprecher Gravastar

Ein Gravastar ist für Astrophysiker ein hypothetisches Himmelsobjekt, so ähnlich wie ein Schwarzes Loch, aber doch ganz anders. Der Gravastar des US-Start-ups Zoeao ist für Musikkonsumenten eigentlich ein gewöhnlicher Bluetooth-Lautsprecher, aber doch ganz anders - zumindest optisch. Während die meisten Geräte in Gestalt von schwarzen unscheinbaren Boxen oder maximal Zylindern daherkommen, gleicht der etwa 20 Zentimeter hohe Gravastar einem futuristischen einäugigen Alien auf drei Roboterbeinen. Im schwarzen Metallgehäuse leuchten grüne Lämpchen auf, sobald man ihn eingeschaltet hat und wenn die Bluetooth-Verbindung geklappt hat, begrüßt er einen mit einer dunklen scheppernden Stimme.

Ganz so scheppernd ist der Sound beim Abspielen von Musik zum Glück aber nicht. Ein Hochtöner auf der Vorderseite und ein Tieftöner auf der Rückseite sollen für klare Klänge und wuchtige Bässe sorgen. Verbaut haben die Macher im Gravastar ein Chipset von Qualcomm und Audio-Komponenten von Harman Kardon. Und zumindest die Lautstärke-Regelung, die sich per Touchbedienung steuern lässt, funktioniert sehr gut. Er lässt sich soweit aufdrehen, dass auch die Nachbarn gut mithören können. Auch der Akku hält mit rund 20 Stunden lange durch. Wer allerdings Wert auf differenziertere Klänge legt, der wird vom Gravastar nicht begeistert sein, der Bass ist einfach zu stark.

Aber audiophile Feingeister sind auch nicht die Zielgruppe des spacigen Designobjekts. Der Hersteller aus Los Angeles finanziert den Lautsprecher über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Online-Plattform Indiegogo und will mit dem Gravastar vor allem Gamer und Comicfans überzeugen. Das ist ihm auch schon gelungen. Die Kampagne läuft noch bis Ende Mai, aber das Finanzierungsziel wurde schon lange erreicht. Mehr als 1600 Vorbestellungen für den Gravastar sind eingegangen. Wer den futuristischen Lautsprecher über die Plattform bestellt, muss derzeit mindestens 149 Dollar zahlen, der offizielle Verkaufspreis nach Ende der Kampagne soll bei 249 Dollar liegen Von Mirjam Hauck

Bild: oh 20. April 2019, 06:492019-04-20 06:49:02 © SZ.de/mxm/mri