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Fitness-Apps:Springer übernimmt Mehrheit an Runtastic

Runtastic

Das Logo der Jogging-App von Runtastic.

Joggen, Radeln, Workout - Millionen Menschen nutzen die Fitness-Apps des österreichischen Unternehmens Runtastic. Jetzt hat der Medienkonzern Axel Springer die Mehrheit an dem Startup übernommen. Die Beteiligung soll das digitale Portfolio stärken.

Der Axel-Springer-Verlag dringt weiter in neue Geschäftsbereiche im Internet vor. Das Unternehmen übernimmt die Mehrheit am Smartphone-App-Hersteller Runtastic, wie der Verlag am Dienstag mitteilte. Springer kauft demnach 50,1 Prozent der Anteile des österreichischen Startups, das mobile Apps zur Messung von Sport- und Fitnessdaten entwickelt. Zu dem Unternehmen gehört auch ein Internetportal, mit dem sich die Daten verwalten und individuelle Trainingspläne erstellen lassen.

Rennen, Radeln, Workout: Mehr als 19 Millionen registrierte User nutzen den Angaben zufolge die Apps von Runtastic, um sich fit zu halten. 90 Mitarbeiter beschäftigt das 2009 gegründete Unternehmen. Die Gründer sollen als Gesellschafter und Geschäftsführer in ihren Positionen verbleiben.

"Runtastic hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem profitablen und weltweit führenden Anbieter mobiler Apps entwickelt, der für erstklassige Produktqualität steht. Axel Springer sichert sich mit der Beteiligung eine strategisch gute Position im dynamisch wachsenden Markt der Smartphone-Apps", erklärte der Leiter des Geschäftsbereichs Elektronische Medien bei Springer, Jens Müffelmann. Zum Kaufpreis wollte er sich nicht äußern.

Runtastic ergänzt das digitale Sportportfolio von Springer

Der Axel-Springer-Verlag, der Printprodukte wie die Bild und die Welt herausgibt, setzt immer mehr auf Geschäfte rund ums Internet - und beschränkt sich dabei nicht nur auf digitale Produkte seiner klassischen Medien. Vielmehr kündigte der Konzern kürzlich den Verkauf zahlreicher traditionsreicher Zeitschriftentitel sowie der Regionalzeitungen Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt an. Dem Verlag gehören zahlreiche Kleinanzeigen-Portale ganz oder in Teilen, etwa das Immobilienportal Immonet, der Internet-Buchhändler buecher.de und die Jobbörse Stepstone.

Runtastic könnte jetzt das digitale Sportportfolio bei Springer erweitern, zu dem auch die kostenpflichtige Bundesliga-Videoberichterstattung zählt.

© Süddeutsche.de/AFP/dpa/Reuters/sks/feko
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