bedeckt München 12°

Firefox 4 vs. Internet Explorer 9:Das taugt die nächste Browsergeneration

Mozillas Firefox und Microsofts Internet Explorer haben sich eine Generalüberholung gegönnt. Welchem Browser gehört die Zukunft? Ein Vergleich

Bildern.

15 Bilder

Marktforscher: Firefox überholt Internet Explorer in Europa

Quelle: dpa

1 / 15

Firefox oder Internet Explorer? Die Antwort auf diese Frage ist für Internetsurfer fast schon eine Glaubensfrage. Der Firefox-Browser der Mozilla Foundation hat in Deutschland Microsofts Internet Explorer bereits den Rang abgelaufen - nun kommen runderneuerte Versionen beider Browser auf den Markt. Die neuen Funktionen im Überblick.

Internet Explorer 9

Quelle: Screenshot

2 / 15

Der Internet Explorer 9 ist seit 15. März kostenlos zu laden. Microsoft hat seinem Browser eine Generalüberholung unterzogen und sich dabei von der Optik an Googles Surfprogramm Chrome orientiert: Aufwändige Menüs fallen weg, die Oberfläche wirkt ohne störende Zusatzleisten schlanker.

Internet Explorer 9

Quelle: Screenshot

3 / 15

Alle wichtigen Verwaltungsmöglichkeiten finden sich künftig oben rechts - wer dennoch mehr Optionen auf einen Blick möchte, kann die entsprechenden Menüleisten einblenden. Ebenfalls neu: Die Adressleiste funktioniert nach Wunsch auch als Eingabefeld für die Suchmaschine der Wahl. Das ist auf den ersten Klick gewöhnungsbedürftig.

Internet Explorer Taskleiste

Quelle: Screenshot: sueddeutsche.de

4 / 15

Der Internet Explorer funktioniert nur bei Windows 7 und Vista, XP-Nutzer erhalten kein Update. Künftig können Internetnutzer ihre Lieblingsseiten direkt an den Bildschirmrand heften, um so direkt aus der Windows-Oberfläche auf die bevorzugte Internetpräsenz zu kommen. Damit versucht Microsoft, die Bedienoberfläche des Internet Explorer enger mit der des Betriebssystems zu verweben.

Internet Explorer 9

Quelle: Screenshot

5 / 15

Mit ihrer Geschwindigkeit konnten die vergangenen Versionen des Internet Explorer nur selten brillieren. Das soll sich nun ändern, Der IE 9 verwendet mehr Hardware-Ressourcen und lässt den Nutzer zudem sehen, welche Zusatzprogramme den Browser gerade bremsen.

Internet Explorer 9

Quelle: Screenshot

6 / 15

Zu einer moderneren Anmutung soll auch diese Funktion beitragen: Öffnet der Nutzer ein leeres Tab, bietet der Browser ihm eine Auswahl der acht am häufigsten aufgerufenen Seiten an. Um das heimliche Sammeln von Surferdaten zu verhindern, können Nutzer zudem Listen mit Seiten anlegen, die nicht automatisch im Hintergrund aufgerufen werden können.

Internet Explorer 9

Quelle: Screenshot

7 / 15

Auch Downloads und Systemmeldungen werden harmonisch am unteren Bildrand statt wie bisher über Pop-Ups eingeblendet, inklusive verschiedener Optionen zur Verwaltung. Der IE 9 unterstützt den neuen Webstandard HTML 5, der zahlreichen Multimedia-Inhalte anzeigen kann, ohne dass Zusatz-Plugins heruntergeladen werden müssen.

Mozilla-CEO Gary Kovacs auf der Cebit 2011 in Hannover

Quelle: action press

8 / 15

Microsoft ließ sich mit seinem IE-8-Nachfolger  zwei Jahre Zeit, Mozilla (im Bild: Geschäftsführer Gary Kovacs) aktualisiert seinen Browser regelmäßiger. Mit Firefox 4, der seit wenigen Tagen in einer letzten Vorab-Version vorliegt und noch im März endgültig erscheint (Download hier), soll der wachsenden Marktmacht des Konkurrenten Chrome von Google etwas entgegengesetzt werden.

Firefox

Quelle: Screenshot

9 / 15

Schon auf den ersten Blick fällt auf: Mozilla verschiebt die Tabs im Firefox über die Adressleiste - und bündelt wie der IE und Chrome die Menüverwaltung. Für fortgeschrittene Nutzer bedauerlich: Die Möglichkeit zum RSS-Abonnement über die Adressleiste fehlt in der neuen Version.

Firefox

Quelle: Screenshot

10 / 15

Wie bei anderen Browsern genügt ein einziger Klick, in diesem Fall auf den orangen Firefox-Button, um die wichtigsten Optionen zu sehen und auswählen zu können.

Firefox

Quelle: Screenshot

11 / 15

Bestimmte Seiten, die ständig geöffnet sind, lassen sich mit der "App-Tab"-Funktion permanent an die Tab-Leiste heften. Wer beispielsweise seinen Webmail-Account ständig offen hat, kann diesen so schnell öffnen, ohne in den Lesezeichen blättern zu müssen.

Firefox

Quelle: Screenshot

12 / 15

Bei der Tab-Verwaltung soll der neue Firefox mehr Ordnung bringen: Die aufgerufenen Mini-Fenster lassen sich nun einfacher anordnen und auch nach Schlagworten durchsuchen.

Firefox

Quelle: Screenshot

13 / 15

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, den Browser zu synchronisieren. Wer sich registriert, kann Lesezeichen und Einstellungen des Firefox auf verschiedenen Computern nutzen.

Firefox

Quelle: Screenshot

14 / 15

Die Passwort-Verwaltung wird nicht mehr mit einem Popup-Fenster, sondern über eine Einblendung geöffnet. Dies ähnelt dem Download-Manager des Internet Explorer, aber auch der Handhabung des Google-Browsers Chrome.

Neues Fenster zur Browser-Welt - Ausprobieren kann sich lohnen

Quelle: dpa-tmn

15 / 15

Fazit:

Beide Hersteller haben schicke, schnelle Browser ins Rennen geschickt. Der Firefox hat derzeit aufgrund der vielen Add-ons die Nase vorn, allerdings muss sich erst noch zeigen, ob die Stabilitätsprobleme in der endgültigen Version 4 ausgeräumt sind. Der Internet Explorer ist für Windows-Nutzer aufgrund der verbesserten Nutzerführung und schnelleren Geschwindigkeit wieder eine Alternative. Doch die beiden Kontrahenten sind längst nicht mehr allein: Googles schneller Browser Chrome, der Safari für Apple-Nutzer und im Mobilbereich der norwegische Browser Opera lohnen ebenfalls einen Blick.

© sueddeutsche.de/Johannes Kuhn/kar
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema