Keine Regeln

Modus: No Rules

Spiel: FC Liverpool - FC Chelsea, 6:3 nach Verlängerung

Der Modus ist nicht ganz wörtlich zu verstehen. Zwar werden weder Fouls, Handspiel oder Abseits gepfiffen. Aber den Ball vom Spielfeld aufzunehmen und ins gegnerische Tor zu tragen, ist trotzdem nicht möglich. EA hält auch an der Regel fest, dass jede Mannschaft nur drei Mal pro Partie wechseln darf. Hier hätten sich die Entwickler mal wieder noch mehr trauen dürfen. In der Praxis stellt sich heraus: Am fatalsten ist die Aufhebung der Abseitsregel. Immerhin sechs der neun Tore zwischen Liverpool und Chelsea zählen, obwohl der Torschütze meilenweit jenseits des vorletzten verteidigenden Spielers stand. Es macht zwar Spaß, Gegenspieler umzugrätschen, obwohl kein Ball in der Nähe ist. Oft wird die Aktion aber mit einem Gegentor bestraft, weil der entscheidende Verteidiger noch auf dem Rasen rumliegt. Frei nach der alten Kreisliga-Weisheit: Wer grätscht, verliert.

Meinung von Mitspieler Felix Haselsteiner, Sport-Ressort:

Unter Fifa-Experten wird einem gerne geraten, möglichst auf Grätschen zu verzichten, aber jetzt mal ehrlich: Fouls sind ein essentieller Teil des Spiels. So verwerflich es sein mag: Im No-Rules-Modus macht es dementsprechend viel Spaß, straffrei Gegenspieler zu attackieren. Aus taktisch-analytischer Sicht bleibt festzuhalten, dass die Abschaffung der Abseits-Regel torlose Spiele nahezu unmöglich macht. Eine gute Nachricht. Konsequent gedacht könnte man im No-Rules-Modus auch noch darüber nachdenken, Handspiele zu legalisieren, dann würden vielleicht auch Rugby-Fans plötzlich Fifa spielen.

Bild: EA Sports / Screenshot / Caspar von Au 28. September 2018, 14:352018-09-28 14:35:56 © SZ.de/jab/sks