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Fairphone 2:Kein anderes Smartphone lässt sich so leicht reparieren

Fairphone 2

Die zweite Version des Fairphones lässt sich dank Modularbauweise besonders leicht reparieren.

(Foto: Fairphone)
  • Das Fairphone 2 ist das erste Smartphone, das vom Team von iFixit die volle Punktzahl für Reparaturfreundlichkeit erhält. Grund dafür ist die Einteilung in Module.

Lob für das Fairphone 2: Das Smartphone kann leichter repariert werden als die Modelle aller anderen Hersteller. Das zeigt eine Untersuchung von iFixit, einer Analystenfirma, die Handys auseinandernimmt und testet, wie schwer sie zu reparieren sind. Als erstes Smartphone überhaupt erreicht nun das Fairphone 2 zehn von zehn möglichen Punkten.

Das Gerät ist in Module eingeteilt. Das erleichtert die Reparatur: Wer einigermaßen technisch versiert ist, kann im Falle eines Defekts selbst das betroffene Modul austauschen, statt das ganze Gerät zum Hersteller zurückzuschicken. Ersatzmodule sollen um die 20 bis 30 Euro kosten, ein neues Display um 85 Euro.

Die hintere Verkleidung des Telefons kann ohne Hilfsmittel entfernt und die Batterie entnommen werden. Das Display kann mittels kleiner Clips abgenommen werden. Alle weiteren Module wie Mikrofon, Kamera und Lautsprecher sind mithilfe eines Schraubenziehers zugänglich, ebenso das restliche Innenleben des Telefons.

Verkaufsargumente: Module und Materialien

Die Einteilung in Module, die leicht repariert und getauscht werden können, ist eines der Verkaufsargumente der Fairphone-Hersteller. So soll die Lebensdauer des Geräts verlängert werden. Außerdem können die verarbeiteten Materialen zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden. Zinn und Tantal stammen laut Herstellerangaben aus konfliktfreier Produktion in der Demokratischen Republik Kongo.

Das Fairphone 2 wird 525 Euro kosten und ist damit deutlich teurer als das erste Fairphone. Das hatte im iFixit-Test sieben von zehn Punkten bekommen - genauso viel wie das aktuelle iPhone-Modell 6s.

Hinter Fairphone steckt ein Sozialunternehmen mit Sitz in Amsterdam. Die Firma wird die ersten Geräte im Dezember verschicken, wer jetzt vorbestellt, erhält das Telefon im Januar. Das Fairphone 2 hat ein fünf Zoll großes Display, läuft mit dem Betriebssystem Android 5.1 Lollipop, hat zwei SIM-Karten-Slots und 32 Gigabyte internen Speicher, der sich mit einer MicroSD-Karte erweitern lässt.

© SZ.de/sawe/bbr
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