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Facebook:Zuckerberg spendet gegen Image-Absturz

Ein böser Film über Mark Zuckerberg kommt in die Kinos. Der Facebook-Gründer wehrt sich mit einer Riesenspende an Schulen in Newark. Die Großtat verkündete er im amerikanischen Fernsehen.

Der Trailer war noch nicht furchtbar lange im Netz, als man bei Youtube schon die ersten Parodien darauf ansehen konnte. Punk. Genie. Prophet wird der Facebook-Erfinder im Original genannt, zu leisem Singsang werden die Worte in weißen Lettern auf schwarzem Untergrund eingeblendet. Dazu heißt es: "Du bekommst keine 500 Millionen Freunde, ohne dir ein paar Feinde zu machen." Schwer zu parodieren ist das nicht.

Mark Zuckerberg

Punk. Genie. Prophet.: Mark Zuckerbergs Geschichte kommt nun bald in die Kinos. Vorsorglich spendet er schonmal für eine Schule.

(Foto: AP)

An diesem Donnerstag nun kommt die Geschichte des Mark Zuckerberg in die Kinos. The social network heißt der Film, es geht darin um die Erfindung des sozialen Netzwerks Facebook - und darum, wie Zuckerbergs bester Freund ihn verklagte, weil er ihm seine Idee geklaut haben soll.

Nein, Mark Zuckerberg, 26, Chef und Gründer von Facebook, hat sich nicht nur 500 Millionen Freunde gemacht, was vor allem daran liegt, dass sein Netzwerk mit den Daten seiner Nutzer nicht so vertraulich umgeht, wie die das gerne hätten.

Bevor der Film nun in die Kinos kommt, hat Zuckerberg daher eine ganz persönliche Imagekampagne gestartet: In der TV-Show von US-Talklady Oprah Winfrey verkündete er eine Spende von 100 Millionen Dollar (etwa 74 Millionen Euro) für Schulen in Newark nahe New York.

Es war wahrscheinlich eher kein Zufall, dass Mark Zuckerberg seine Spende an jenem Tag anküdigte, an dem die Geschichte seines Lebens Premiere beim New York Film Festival feierte. Die Talk-Moderatorin betonte in der Show, Zuckerberg habe seine Riesenspende ursprünglich anonym machen wollen. Als sie fragte, ob Spende und Veröffentlichung des Films etwas miteinander zu tun hätten, tat Zuckerberg das mit einem Lachen ab.

"Es ist nur ein Film. Es ist ein Scherz. Eine Menge darin ist Fiktion", sagte Zuckerberg. "Das ist ja schließlich mein Leben und ich weiß am besten, dass es nicht derart dramatisch ist."

Mark Zuckerberg kommt wohl nicht besonders symphatisch weg in dem Film, der sein Leben nacherzählen soll. Dass sich das Mitleid mit Zuckerberg im allgemeinen eher in Grenzen hält, liegt an Informationen wie der in der neuesten Liste der reichsten Amerikaner, die das US- Magazin Forbes gerade veröffentlicht hat. Zuckerberg kommt auf Platz 35 - mit einem geschätzten Vermögen von 6,9 Milliarden Dollar (etwa 5,2 Milliarden Euro). Damit liegt er beispielsweise vor Apple-Chef Steve Jobs (6,2 Milliarden Dollar).

Man kann keine 500 Millionen Freunde und 6,9 Millionen Dollar gewinnen, ohne sich ein paar Feinde zu machen.