Entscheidung des EU-Parlaments Handyhersteller müssen einheitliche Ladegeräte bauen

Einer für alle: Nokia, Sony, Apple, Motorola müssen ihre Ladegeräte künftig mit einem einheitlichen Stecker bauen, entscheiden die EU-Abgeordneten. Bleibt die Frage: Welcher Stecker wird es sein?

Verbraucher in der EU können sich auf einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone einstellen. Das EU-Parlament stimmte in Straßburg über eine Gesetzesvorlage ab, nach der von 2017 an nur noch Ladegeräte mit einem kompatiblen Standard in Umlauf gebracht werden dürfen.

Nun müssen Hersteller wie Nokia, Sony, Apple, Motorola und Samsung in drei Jahren einen einheitlichen Stecker für Handys, Tablets und Smartphones auf den Markt bringen. Jetzt muss noch geklärt werden, welcher Standard verpflichtend werden wird - zum Beispiel Mikro-USB. Auf dieses Format hatten sich die Hersteller schon einmal geeinigt, allerdings lief diese freiwillige Vereinbarung Ende 2012 aus.

Verbraucher sparen Zusatzkosten, wenn sie für ein neues Handy kein neues Ladegerät benötigen. Der Umwelt erspart die Vereinheitlichung Tausende Tonnen Elektromüll.

550 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 12 dagegen, acht enthielten sich. jetzt müssen die Regierungen noch zustimmen, das dürfte aber nur noch eine Formalität sein. Brüssel und die Hersteller hatten sich schon 2009 prinzipiell geeinigt. Doch auch die zwischenzeitlich geltende freiwillige Vereinbarung hatte Herstellern wie Apple aber Schlupflöcher geboten.