bedeckt München 24°

Elektronischer Buchersatz:Für Vielseitige: iPad

So viel vorweg: Wer einfach nur digital Bücher lesen will, braucht sich allein dazu kein iPad anzuschaffen. Ein wirklicher Buchersatz ist das Gerät nicht, obwohl die Idee für sich genommen verlockend klingt: Man hat ein Gerät, mit dem man im Internet surfen, Spiele spielen, seine Mails beantworten und eben auch die neuesten Bestseller lesen kann.

Apple bietet dafür auch die Grundlagen: Im iBooks-Store, der aufgemacht ist wie ein Buchregal, lassen sich Werke einfach und schnell herunterladen, manche sogar kostenlos. Die Auswahl ist riesig. Man kann bestimmte Passagen in den Büchern markieren oder eigene Kommentare hinzufügen - für Studenten perfekt.

Das Problem ist eindeutig die verspiegelte Oberfläche des Bildschirms, an die man sich erst gewöhnen muss. Wer in beleuchteten Räumen sitzt, erkennt in bestimmten Winkeln eher sein eigenes Gesicht als das geschriebene Wort. Draußen in der Sonne ist kaum mehr etwas zu erkennen. Das iPad eignet sich eher für kurze Texte, für Artikel aus Zeitungen und Nachrichtenmagazinen, die interaktive Illustrationen enthalten.

Wer auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn nur ein paar Seiten lesen will und ohnehin schon ein iPad besitzt, kann sich auch ein paar Bücher herunterladen - und muss sich nicht extra einen E-Book-Readers anschaffen. Aber dass man auf dem Apple-Gerät einen 600-seitigen Roman mit Freude durchstöbert, ist nur schwer vorstellbar.

Kosten fürs Gerät: ab 329 Euro, Auswahl an 1,5 Millionen internationalen Büchern