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Elektronischer Buchersatz:Für Ästheten: Amazon Kindle

Amazon bietet drei Lesegeräte an. Das bunteste ist das Kindle Fire, das in etwa dem iPad mini von Apple entspricht, aber billiger ist (ab 199 Euro). Darauf kann man Bücher aus dem großen Amazon-Angebot lesen, aber auch Filme anschauen und Spiele spielen. Das Fire-Modell ist ein Tablet, bietet also nicht die augenschonende, lesefreundliche E-Tinte.

Digitalblog Nur der Duft des Papiers fehlt
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Amazon Kindle Paperwhite im Test

Nur der Duft des Papiers fehlt

Der neue Kindle Paperwhite kann nur Texte gestochen scharf darstellen. Sonst nichts. Das macht er aber besser als jede Lese-App auf Smartphone oder Tablet-Computer.   Thorsten Riedl

Am anderen Ende steht das ,,klassische" Kindle, ein schlichtes, aber inzwischen ziemlich ausgereiftes Gerät, das mit seinem Kampfpreis von 79 Euro darauf verweist, dass das große Geld beim elektronischen Lesen kaum noch mit den Apparaten, sondern mit Downloads gemacht werden soll.

Und dazwischen steht, technisch und preislich, das neuere Modell Kindle Paperwhite. Es ist ein Kompromiss, aber kein fauler. Mit dem Paperwhite wird das Problem gelöst, das sich bei stabileren Paarbeziehungen oft einstellt: dass einer schon schlafen, der andere noch lesen will. Die E-Ink-Technologie wurde dafür mit einer verstellbaren Hintergrundbeleuchtung kombiniert. Das hilft im Schlafzimmer, aber auch bei Tageslicht ist der Hintergrund weißer und der Kontrast schärfer.

Umblättern und Steuerung funktionieren per Touchscreen so schnell und präzise wie der drahtlose Bücherdownload. In der Buchcover-Ansicht kann man wechseln zwischen Inhalten, die aufs Gerät geladen wurden, und Inhalten, die in der digitalen Wolke lagern - praktisch, wenn man mehrere Lesegeräte hat. Sehr bequem ist auch, man traut es sich auf diesen schönen gedruckten Seiten kaum zu sagen, die Zeitungslektüre auf dem Kindle Paperwhite. Fazit: Schwer zu schlagen, der böse Riese Amazon.

Kosten fürs Gerät: zwischen 129 bis 189 Euro, Auswahl an 1,5 Millionen internationalen Büchern, davon 140.000 in deutscher Sprache