DSL-Anbieter:Neun Wochen warten

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Mangelnder Durchblick

"Bis die Internetverbindung endlich steht, kann es allerdings ein langer, anstrengender Weg sein", erfuhren die Tester - und sprechen damit vielen DSL-Kunden aus der Seele. Die Stiftung bemängelte insbesondere, dass die Angebote oft unübersichtlich und daher schwer zu vergleichen sind: "Vollständige Leistungsbeschreibungen gibt es nicht oder nur irgendwo in den allgemeinen Geschäftsbedingungen."

Wer einen neuen Anschluss über die Internetseiten der Anbieter bestellt, tappe nicht selten in eine Falle: Da verschiedene Zusatzoptionen in den Online-Bestellformularen voreingestellt sind, wundere sich mancher Kunde, ,,was er am Ende alles bestellt hat'', warnen die Tester - etwa zusätzlich eine neue SIM-Karte fürs Handy.

Lange Wartezeiten

Eine große Spanne tat sich beim Warten auf den Anschluss auf: T-Home schaffte es in durchschnittlich 14 Tagen, den kombinierten Breitband-Internet- und Telefonanschluss bereitzustellen. Am langsamsten war bei der Untersuchung der Anbieter Versatel: Bei dem Unternehmen warteten die Tester durchschnittlich neun Wochen auf ihre Anschlüsse.

Insgesamt kam es im Test immer wieder zu Problemen bei der Freischaltung: So ließen die Anbieter Strato und Congstar zum Beispiel in Aussicht gestellte Termine zur Freischaltung des Anschlusses verstreichen - "ohne dass die Kunden vorher über eine Verschiebung benachrichtigt wurden", kritisierten die Tester. Die Anbieter Arcor und Freenet schickten die benötigte Hardware teilweise an falsche Adressen, was ebenfalls zu erheblichen Verzögerungen führte.

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