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Robert-Koch-Institut:Warum die Telekom Bewegungsdaten von Handynutzern weitergibt

Coronavirus - Berlin

Anonym, aber unter Beobachtung: Das Robert-Koch-Institut wertet die Bewegungsprofile der Telekom-Mobilkunden aus.

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)
  • Die Deutsche Telekom stellt dem Robert-Koch-Institut Bewegungsdaten von Handynutzern zu Verfügung, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen.
  • Die Daten sind angeblich anonymisiert und lassen keinen Rückschluss auf einzelne Nutzer zu.
  • Im Kampf gegen das Coronavirus leidet die Privatsphäre: Einige Länder greifen auf detaillierte Standortdaten zu.
  • Auch in Deutschland plant das RKI eine App für individuelle Daten.

Von Markus Balser und Simon Hurtz, Berlin

Die Appelle an die Deutschen, zu Hause zu bleiben, wurden in den vergangenen Tagen immer drängender. Am Mittwoch warnte auch das Robert-Koch-Institut die Bürger eindringlich: "Wenn die Menschen sich weiterhin so mobil verhalten, dann wird es schwer, das Virus einzudämmen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Ab sofort will das Institut nun auf ganz neuem Weg überwachen, ob die Deutschen sich an die Mahnung halten. Das Institut greift auf Handydaten zurück, um die Mobilität der Bürger zu kontrollieren.

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