Hessens Covid-19-Krisenstab nutzt bald Software des US-Unternehmens Palantir, um den Überblick über die Corona-Krise zu behalten. Das bestätigte das hessische Innenministerium der SZ. Das Programm, das der Krisenstab einsetzen will, heißt "Foundry". Es handelt sich um eine so genannte Datamining-Software. Wie andere Programme von Palantir führt auch dieses Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, um Verbindungen zwischen Informationen zu ziehen, die Menschen in kurzer Zeit nicht sehen könnten. In seiner Ursprungsversion wurde Foundry für Unternehmen entwickelt, um etwa ihre Lieferketten zu analysieren.
Coronavirus:Hessens Krisenstab erntet Kritik für Einsatz von Palantir-Software
Ein mobiles Testlabor für das Coronavirus in Frankfurt am Main.
(Foto: Andreas Arnold/dpa)- Der hessische Corona-Krisenstab will für die Logistik im Krankenwesen ein Programm des umstrittenen Unternehmens Palantir nutzen.
- Die Software "Foundry" soll helfen, ein umfassendes Lagebild aus Verteilung von Infektionen, Bettenkapazitäten in Krankenhäusern und Schutzausstattung zu schaffen.
- Bundestagsabgeordnete der Grünen und Linken kritisieren den Einsatz der Software.
Von Jannis Brühl
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