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Computerspiel "Lego: Marvel Super Heroes":Heldenhaft klotzen

Captain America, Human Torch und Wolverine (v.l.n.r.) sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die über 100 spielbaren Helden.

(Foto: Warner Games)

Grand Theft Auto für die ganze Familie - aus Millionen virtueller Plastiksteinchen: Das neue Computerspiel "Lego: Marvel Super Heroes" überzeugt durch Liebe zum Detail und Humor. Doch das Spielprinzip ist recht einfach - reicht das aus?

Angespielt, nicht durchgespielt: Unsere Games-Kurzkritik "Screenshot" beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuesten Computer- und Videospielen auf allen gängigen Plattformen. Und gibt so einen ersten Eindruck, worauf Sie sich bei einem neuen Spiel freuen können - und warum Sie lieber noch skeptisch sein sollten.

Worum geht es in "Lego: Marvel Super Heroes"?

Lego findet sich fast in jedem Kinderzimmer. Auch die Computerspiele des Unternehmens sind dort mittlerweile eine feste Größe. Die Entwickler von TT Games haben für Lego aus erfolgreichen Marken (darunter Star Wars, Harry Potter und Herr der Ringe) intelligente Familienspiele aus Bauklötzen gebaut. In der Marvel-Umsetzung muss der Spieler über hundert verschiedene Comic-Helden durch Missionen steuern, Rätsel lösen und Superschurken sprichwörtlich auseinandernehmen - denn in diesem Spiel besteht alles aus virtuellen bunten Plastiksteinchen.

Was sieht vielversprechend aus?

Die Liebe zum Detail und eine riesige Spielwelt. TT Games lässt die Marke Marvel vollkommen intakt, fügt Lego-Steine und den hauseigenen Humor hinzu. So entstehen liebevolle Zwischensequenzen, in denen der Hulk nach einem Kampf ordentlich aufräumt - mit Handfeger und Kehrblech. Unterdessen persifliert der kleine Iron Man aus Plastik den Humor des großen Vorbilds mit dem Gesicht von Robert Downey Jr. Jede Mission und jedes erfolgreich gelöste Rätsel schaltet eine neue Figur frei, vergrößert das Lego-Marvel-Universum um ein paar Steine.

Warum sollte man trotzdem skeptisch sein?

"Lego: Marvel Super Heroes" ist das zwölfte Spiel, das TT Games in dieser Art für Lego umgesetzt hat. Das Konzept ist gleich geblieben. Für die Steuerung braucht man nur vier Tasten. Die Entwickler müssen also jede Menge Details und abwechslungsreiche Missionen bauen, denn der Spaß an der reinen Spielmechanik könnte sich schnell erschöpfen.

Woran erinnert "Lego: Marvel Super Heroes"?

An alle anderen Computerspiele von Lego. Sie sind aber nicht identisch. Jedes Spiel passt sich an die Welt der Vorlage an. Bei den Comics von Marvel ist das ein Universum voller Superhelden und -schurken. Und sie treiben sich in "Lego: Marvel Super Heroes" auf einer riesigen, frei bespielbaren Karte von New York herum. Ein GTA V für alle Altersklassen.

Was passiert, wenn man das Spiel zum ersten Mal startet?

Das All. Unendliche Weiten. Der Silver Surfer schwebt auf seinem silbernen Brett dahin - bis Dr. Doom den Ausflug jäh unterbricht und sein Surfboard in Hunderte mystischer Legosteine zerschellt, denen der Spieler nachjagen muss. Erste Station "Sand Central Station": Als Iron Man feuert man kleine Plastikraketen auf Sandman ab, während man als Hulk möglichst schnell die X-Taste drücken muss, um Abomination mit dessen eigener Faust zu schlagen. Man weiß nicht, ob man drücken oder lachen soll. Und alles nur, um die Fertigstellung von "Dr. Doom's Doomray of Doom" zu verhindern.

"Lego: Marvel Super Heroes" (USK 12) erscheint am 15. November 2013 für PC, XBox 360, Playstation 3, Wii U, Nintendo 3DS, PS Vita. Am 22. November erscheint der Titel für Xbox One und am 29. November für Playstation 4.