Computerspiel "Evolve":Evolutions-Stufe zwei: Duell auf Augenhöhe

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Computerspiel "Evolve": Der Kraken greift aus der Ferne mit Blitzen an - während er hoch über dem Schlachtfeld schwebt.

Der Kraken greift aus der Ferne mit Blitzen an - während er hoch über dem Schlachtfeld schwebt.

(Foto: 2K Games/PR)

Auch deshalb sind Spiele wie "Starcraft", "League of Legends" oder "Dota 2" zu erfolgreichen E-Sportarten herangewachsen. Bei "Evolve" starten dagegen zumindest die Jäger-Spieler in Vollausstattung in jede einzelne Runde. Die Fortschritte, die das Monster während eines Spiels macht, sind zwar größer, aber für die Motivation immer noch marginal. Spieler lernen bei "Evolve" nur zwischen den Matches dazu - wenn dann nicht der Frust wegen einer erlittenen Niederlage überwiegt.

Dabei ist das Lernen nötig, um mit "Evolve" Spaß zu haben. Hinter der Oberfläche eines simplen Ego-Shooters verbirgt sich eine Fülle an spielmechanischen Details: Schon bei der Auswahl der Spielfigur hilft es, die Fähigkeiten der Teammitglieder aufeinander abzustimmen.

So kann der Support-Roboter Bucket eine Erkundungsdrohne in die Luft schicken und damit die Nachteile ausgleichen, unter denen Fallensteller Griffin und Abe zu Beginn einer Spielrunde leiden, ehe sie die Karte mit ihren Sensoren gespickt haben. Sind hingegen Hank und die Sanitäterin Val im Spiel, ist das Team dank Schild-Generator und Heilungsstrahl im offenen Kampf kaum zu bezwingen, dafür könnte es an Feuerkraft mangeln. Ist das Monster der Krake, dürfte der Sanitäter Lazarus es besonders schwer haben, seine Wiederbelebungsfähigkeit erfolgreich einzusetzen.

Auch im Spiel selbst steckt der Goliath im Detail - unter anderem deshalb, weil "Evolve" einige Feinheiten kaum erklärt: Es gibt wenig Hinweise darauf, wie das Verhalten des außerirdischen Jagdhunds Daisy zu lesen ist. Oder dass Lazarus' Wiederbelebungsfähigkeit auch bei Wildtieren funktioniert und die Jäger damit verhindern können, dass das Monster bestimmte Vorteile erhält.

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