Computerspiel "Anno 2205"Fahrstuhl zum Mond

Schluss mit Kolumbus: "Anno 2205", Fortsetzung der Strategiespiel-Klassiker, bleibt auch im Weltraum seinen Qualitäten treu. Bis auf die völlig verkorksten Kämpfe.

Angespielt, nicht durchgespielt: Unsere Games-Kurzkritik "Screenshot" beantwortet Fragen zu den neuesten Computer- und Videospielen auf allen gängigen Plattformen. Und gibt einen ersten Eindruck, worauf Sie sich bei einem neuen Spiel freuen können - und wann Sie lieber noch skeptisch sein sollten.

Worum geht es in "Anno 2205"?

Endlich. Der Weltraum. Vier Spiele lang durften die Fans der Aufbaustrategie-Reihe vergangene Epochen besiedeln, der Ausflug in die Zukunft in "Anno 2070" beschäftigte sich mit der Erde nach einer Klimakatastrophe. Jetzt verlässt die Spielereihe aus Deutschland, deren Titel bisher insgesamt weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkauft wurden, erstmals tatsächlich den Planeten. Die Idee der Entwickler von "Anno 2205": In 190 Jahren sind wir in der Lage, den Mond zu besiedeln und seine Ressourcen für die Energiegewinnung nutzbar zu machen. Auf dem Weg zu diesem interstellaren Goldrausch muss der Spieler zuerst auf der Erde die Voraussetzungen dafür schaffen. Er errichtet Siedlungen in gemäßigten Klimazonen und in der Arktis, um sich allmählich den Weltraumhafen samt Fahrstuhl zu einer Raumstation finanzieren zu können. Von dort ist es nur ein kleiner Sprung in die Mondlandschaft, in der nur Energieschilde die Siedler und Minenarbeiter vor Meteoriteneinschlägen und tödlicher kosmischer Strahlung schützen.

Bild: Ubisoft/PR 5. November 2015, 11:002015-11-05 11:00:28 © SZ.de/jab