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Chinesischer Onlinehändler Alibaba:Drohnen bringen Tee

  • Der chinesische Onlinehändler Alibaba setzt probeweise Drohnen ein, um Tee auszuliefern. Der Test findet unter strengen Auflagen und nur in drei Städten statt.
  • Firmen wie Google und Amazon arbeiten an ähnlichen Projekten - sie haben nun einen neuen Konkurrenten.
  • Auf einer deutschen Insel werden bereits seit Monaten Drohnen eingesetzt, um Medikamente auszuliefern.

Für drei Tage gibt es Tee aus der Luft

Der chinesische Internetkonzern Alibaba testet die Auslieferung per Drohne - und liefert Kunden in chinesischen Großstädten Tee aus der Luft. Die zum Konzern gehörende Internetverkaufsplattform Taobao veröffentlichte ein Werbevideo, auf dem die Drohe im Einsatz zu sehen ist. Der Test beschränkt sich aufgrund strenger Regeln für den chinesischen Luftraum den Angaben zufolge auf drei Tage und nur auf einige Gegenden der Metropolen Peking, Shanghai und Guangzhou. Ausgeliefert wird demnach nur Ingwertee eines bestimmten Händlers, wie die BBC berichtet, das Gewicht der Pakete dürfe 340 Gramm nicht überschreiten.

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Einsatz von zivilen Drohen ist streng reglementiert

Der Luftraum in China wird bereits in geringen Höhen streng kontrolliert. Die Regierung erlaubt den Einsatz ziviler Drohnen in gewissen Fällen, etwa für Rettungseinsätze. Anbieter müssen im Vorhinein jedoch eine Erlaubnis beantragen. Alibaba erklärte, der Logistikanbieter YTO Express habe für den Drohnen-Test eine Genehmigung eingeholt. Medienberichten zufolge hatte 2013 eine Bäckerei in Shanghai Pläne zur Kuchen-Auslieferung per Drohne absagen müssen, nachdem Bedenken zur öffentlichen Sicherheit laut geworden waren.

Auch Amazon und Google wollen Drohnen einsetzen

Der Einsatz von Drohnen wurde bereits von mehreren US-Firmen offiziell angekündigt. Dazu gehören sowohl Amazon als auch Google. Auch in den USA ringen die Konzerne noch mit den gesetzlichen Vorgaben der Behörden.

Auf einer deutschen Insel werden bereits Drohnen eingesetzt

In einem Pilotprojekt testet die Deutsche-Post-Tochter DHL bereits seit Monaten den Einsatz von Drohnen auf der ostfriesischen Insel Juist. "Dort, wo normale Flugzeuge nicht starten oder landen können, kann der Paketkopter noch fliegen", sagte Andrej Busch, DHL-Paketchef Mitte November. Mit dem "Paketkopter" werden Medikamente für die Insel-Apotheke verschickt.

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