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Gadgets:Dieses Riesen-Tablet soll Ihren Fernseher ersetzen

Samsung Galaxy View

Das Tablet Galaxy View ist vor allem nützlich, wenn man einen großen mobilen Medienspieler braucht.

(Foto: Samsung Electronics)

Das hätte zumindest Samsung gerne. Doch das Galaxy View ist nicht für jeden Film- und Serienfan geeignet.

Von Helmut Martin-Jung

33 Zentimeter Bildschirmdiagonale - das ist eine ganze Menge für ein Tablet, und hält man Apples iPad Pro in den Händen, wird schnell klar, dass größerer Bildschirm auch mehr Gewicht bedeutet. Insofern hat Samsung gut daran getan, seinem mit fast 47 Zentimetern noch gewaltigeren Tablet Galaxy View eine ausklappbare Stütze und einen Tragegriff mitzugeben.

Darüber, wie das realisiert wurde, lässt sich allerdings streiten. Die Stütze und der Griff sind in Form einer Wippe kombiniert. Wird die vollflächige Stütze ausgeklappt, schnappt der Griff, unterstützt von einem Magneten, an die Rückwand des Tablets. Umgekehrt tritt der Griff hervor, wenn die Rückwand angelegt wird. Was sich leider kaum geräuscharm erledigen lässt, weil die Plastikwand vernehmlich am Tablet anschlägt.

Eine Akkuladung hält für etwa zwei Spielfilme

Der Bildschirm löst mit 1920 mal 1080 Bildpunkten auf. Das klingt für diese Größe erst einmal wenig. Doch die wenigsten werden für längere Zeit aus sehr kurzem Abstand auf das Tablet blicken. Es ist ja mit seiner Größe eher dafür gedacht, als Medienspieler zu fungieren. Groß genug für kleinere Räume, durch den Akku aber auch eine Zeit lang unabhängig von Steckdosen.

Ein schärferer Bildschirm wäre zwar spektakulärer gewesen, allerdings in dieser Größe teuer, und der Akku, der ohnehin nur etwa gut zwei Spielfilme lang durchhält, wäre dann noch erheblich mehr beansprucht worden. Betrieben wird das View mit dem Mobilbetriebssystem Android von Google, das in dieser Größe allerdings nicht hübsch aussieht. Das Innenleben reicht für einen Medienspieler aus, große Leistungsreserven bietet es aber nicht.

Kopfhörerausgang: ja, Platz für Datenträger: nein

Leider hat Samsung dem View nur eine USB-Buchse im Micro-Format spendiert. Wer einen Datenträger anschließen will, braucht daher einen Adapter. Immerhin gibt es einen Kopfhörerausgang, an dem man für höheren Filmgenuss auch dringend einen solchen oder bessere Boxen anschließen sollte, denn die eingebauten Tröter sind nur ein Notbehelf - das macht Apple deutlich besser. Das allerdings auch zu einem anderen Preis. Während das View mit 649 Euro für seine Größe günstig ist, kostet das iPad pro mindestens 900 Euro.

Fazit: Wer einen Medienspieler braucht, der transportabel ist und auch mit Akku läuft, kann beim View zugreifen.

© SZ vom 27.01.2016/sawe
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