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Braucht man das?:Nintendo-Konsole von Lego

Nintendo Lego NES

Für Retro-Gaming- und Lego-Fans: "Nintendo Entertainment System" samt Röhrenfernseher.

(Foto: Lego)

2646 Steinchen in 21 Tüten: Das Lego-Modell des "Nintendo Entertainment System" erfreut vor allem Retro-Gamer.

Von Mirjam Hauck

Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler. Damit bietet sich für die Familie die Gelegenheit, endlich mal wieder gemeinsam zu basteln. Dafür müssen es auch nicht unbedingt die Kastanien aus dem Park sein, die mit Streichholzbeinchen jahrelang auf der Fensterbank verstauben. Spaß könnte es doch auch machen, eine Retro-Konsole von Nintendo aus tausenden von Legosteinchen zusammenzubauen.

Genau genommen sind es 2646 dieser bunten dänischen Platikklötzchen, zusammen ergeben sie das "Nintendo Entertainment System". Das ist die legendäre 8-Bit-Spielekonsole des japanischen Herstellers. Sie kam im Original in Deutschland 1986 auf den Markt und verkaufte sich weltweit mehr als 60 Millionen Mal.

In der jetzigen Legoversion ist im Set auch ein kleiner Röhrenfernseher mit stilecht knarzendem Retro-Drehknopf dabei. Dessen Displaydiagonale misst etwa 16 Zentimeter, also gute 6,3 Zoll. Ausgestattet ist das TV-Gerät bereits mit einem Farbbildschirm. Darauf zu sehen: Nintendo-Erfolgsklempner Mario mit rotem Käppi.

Mit dem Modell lassen sich allerdings keine "Super-Mario"-Spiele spielen, denn auch der Controller, das Verbindungskabel und die Antenne des Fernsehers sind selbstverständlich aus Lego (oder aus Plastik). Mit einer Kurbel an der rechten Seite des Fernsehers kann man allerdings den Bildschirm im TV-Gerät weiterdrehen und die kleine Mariofigur hüpft dann über Hindernisse aus grünen Lego-Pixelsteinchen. Zusätzlich gibt es oben am Gerät noch einen Funktionsstein, auf den sich die Figur aus dem "Super-Mario"-Starter-Set von Lego stellen lässt. Sie spielt die Titelmelodie des gleichnamigen Spiels ab.

Aber um so weit zu kommen, müssen erst einmal 21 Tütchen aufgerissen und Steinchen um Steinchen zusammengefügt werden. Dafür braucht man zusammen mit dem geübtesten Legobaumeister der Familie, dem elfjährigen Sohn, netto gut fünf Stunden. Die Altersempfehlung ist mit "18 plus" angegeben, das schwierigste - oder eher das nervigste - ist aber, die vielen flachen Schichten des Bildschirms für den Röhrenfernseher zusammenzubauen.

Hat man es geschafft, hat man ein höchst dekoratives, allerdings auch ein recht teures Retro-Modell. Das Nintendo-Legoset kostet rund 220 Euro. Dafür kann man sehr viele Streichhölzer für Kastanienmännchen kaufen. Und die Kastanien gibt's umsonst.

© SZ
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