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Blauer Engel, Energy Star und Co.:Sparsame Geräte

Mit immer sparsameren Geräten hat die Industrie in den vergangenen Jahren die vorgeschriebenen Grenzwerte allerdings immer häufiger überholt. Auch die Vorgaben des EU-Labels, das Waschmaschinen, Kühlschränke und Geschirrspüler in Energieeffizienzklassen einteilt, werden von modernen Haushaltsgeräten deutlich unterschritten.

Nach Angaben der EU-Kommission schaffen es heute bereits 90 Prozent der Haushaltsgeräte in die Energieklasse A. Deshalb werden mit dem überarbeiteten Label die Anforderungen hochgeschraubt und neben den Effizienzklassen G bis A und A++ zusätzlich die Klasse A+++ eingeführt.

Neue Vorgaben

Die neuen Vorgaben stellten wieder eine sinnvolle Hürde dar, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der gfu und Vizepräsident des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI). Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur hat bereits die zuvor geltende Kennzeichnung in Deutschland dazu geführt, dass die Energieeffizienz bei Haushaltsgeräten gestiegen ist.

Die Energie-Klassen werden auch künftig in der gewohnten Farbskala von Grün über Gelb bis Rot dargestellt. Hinzu kommen Angaben zu Energieverbrauch pro Kilowatt-Stunde, Wasserbedarf und Geräuschemission. "Die Branche hat sich dafür engagiert, dass das Energielabel für Kunden möglichst einfach ist und auch auf Fernsehgeräte übertragen werden kann."

Ab November wird erstmals auch die Kennzeichnung von Flachbild-Fernsehern Pflicht. Dann sollen Verbraucher auf den ersten Blick erkennen, welche der modernen Flimmerkisten den größten Stromhunger haben. Geräte mit Plasma-Display, die im Schnitt mehr Energie verbrauchen als LCD-Bildschirme, könnten damit für energiebewusste Verbraucher unattraktiver werden. Speziell für große Plasma-TVs könnte es dann kritisch werden, sagt Kamp. "Das ist eine Frage der Zeit, bis sich das am Markt regelt."