Wikileaks:Das verratene Passwort

Lesezeit: 3 min

Wikileaks: Ein Bild aus besseren Tagen: Julian Assange 2011.

Ein Bild aus besseren Tagen: Julian Assange 2011.

(Foto: Kirsty Wigglesworth/AP)

Im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange sagt Verleger Jakob Augstein aus. Es geht um den falschen Umgang mit Geheimnissen.

Von Jannis Brühl

Der Artikel, der am 25. August 2011 erschien, trug die Überschrift "Nerds ohne Nerven". Er löste eine Kette internationaler Verwerfungen aus, über die am Freitag in einem Londoner Gerichtssaal verhandelt wurde. Im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange wurde die Aussage von Jakob Augstein verlesen, dem Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitung Freitag. Dort war der Artikel über ein "Leck bei Wikileaks" erschienen. Ein Reporter beschrieb, wie Assanges Enthüllungsplattform die Kontrolle über brisante Dokumente verloren hatte, die ihr zugespielt worden waren. Allerdings spielte der Artikel selbst eine Rolle bei diesem Kontrollverlust. Der ganze Fall ist ein Lehrstück über den falschen Umgang mit Geheimnissen.

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