Apple-Strategie Apple setzt auf die Anwendungen der Zukunft

Im Kampf um die Entwickler ist Apple auch mit zwei anderen Projekten eingestiegen: Programmierer können iPhone und iOS zu Schnittstellen-Gadgets für das vernetzte Heim ("Homekit") und zur Plattform für ihre Gesundheitsanwendungen ("Healthkit") machen.

Das Smartphone als Fernbedienung für den Haushalt, die auf den Befehl "Gute Nacht" alle Rollläden schließt und die Alarmanlage anschaltet; als Gesundheitsgadget, das über Sensoren vom Herzschlag bis zum Blutzuckerspiegel alles misst und bei Abweichungen von der Norm automatisch den Arzt alarmiert. An solchen Zukunftsvisionen wird gerade in den Softwareschmieden der Welt fiebrig gebastelt.

Alle großen Smartphone-Hersteller wollen zu den Plattformen werden, auf denen wir unser Leben per Wischgeste verwalten - und Apple hat gute Chancen, solche Anwendungen für einen Massenmarkt zu öffnen - und ganz nebenbei dafür die entsprechende Sensoren-Hardware zu produzieren, beispielsweise Kopfhörer mit eingebauten Messgeräten.

Auch die Identifizierung durch den Fingerabdruck, was bisher das Telefon entsperrt, könnte so eine Anwendung der Zukunft sein. Apple hat das Feature nun auch für Entwickler freigegeben, die mit ihm beispielsweise neue Bezahlsysteme basteln können.

Tim Cook hat eine Strategie

Ob all diese Pläne so aufgehen, wie Apple sich das vorstellt? Und werden sie dafür sorgen, dass der Konzern weiterhin mit seinen Hardware-Verkäufen die gigantischen Gewinnerwartungen der Börse erfüllen kann?

Die Antwort gibt es in einigen Monaten, wenn Apple seine neuen Produkte vorstellen wird. Eine Antwort aber hat die WWDC gegeben: Tim Cook hat eine Strategie für den Konzern nach der Ära Steve Jobs gefunden. Und sie könnte funktionieren.