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Apple:Das sollten iPhone-Besitzer über den Akkutausch wissen

iPhone von Apple

Der günstigere Akkutausch gilt nur für iPhone 6, 6s und 7.

(Foto: dpa)

Nach massiver Kritik reduziert Apple den Preis für den Wechsel alter iPhone-Akkus. Für wen gilt das Angebot? Lohnt sich der Wechsel? Die wichtigsten Antworten.

Unter Android-Fans hält sich seit Jahren ein Gerücht: Apple bremst alte iPhones absichtlich aus, damit Nutzer neue Geräte kaufen. Kurz vor Weihnachten stellte sich heraus, dass Apple alte iPhones tatsächlich langsamer macht. Allerdings, so beteuert das Unternehmen, natürlich nicht mit der Absicht, die eigenen Umsätze anzukurbeln.

Der offizielle Grund lautet, dass abgenutzte Akkus die Prozessoren des Smartphones nicht mehr mit ausreichend Leistung versorgen könnten. Deshalb müsse das Gerät mit langsamerem Takt laufen. Apple-Nutzer fühlten sich dennoch hintergangen und reichten in den USA eine Sammelklage ein. In Frankreich schaltete sich ein Verbraucherverband ein und drohte ebenfalls mit juristischen Schritten. Jetzt macht Apple ein Friedensangebot und reduziert den Preis für einen Akkutausch. Die wichtigsten Antworten im Überblick:

Wie funktioniert der Akkutausch, und was kostet das?

Wer ein betroffenes Gerät besitzt, kann es entweder von einem Fachhändler zu Apple einschicken lassen oder die Reparatur direkt in einem Apple Store vornehmen lassen. Dafür empfiehlt es sich, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren, um sicherzustellen, dass ein Ersatzakku vorrätig ist. Dann sollte es nach Angaben von Apple im Normalfall möglich sein, das Gerät noch am selben Tag wieder mit nach Hause zu nehmen.

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Für diesen Service verlangt Apple außerhalb der Garantiezeit normalerweise 79 Dollar in den USA und 89 Euro in Europa. Bis Ende 2018 reduziert Apple den Preis auf 29 Dollar beziehungsweise 29 Euro. Wer sich die Bastelei zutraut, kann sich auch selbst an einem Akkutausch versuchen, im Netz finden sich dazu diverse Anleitungen. Allerdings verfällt damit jeglicher Garantieanspruch.

Was bedeutet das für die Daten auf dem Smartphone?

Nutzer sollten ihre Daten unbedingt vorher sichern. Im Normalfall reicht dafür ein Backup über den iCloud-Service von Apple. Ob man die Daten auch löscht und nach dem Akkutausch wiederherstellt, hängt vom Vertrauen in die Apple-Mitarbeiter ab. Immerhin geben iPhone-Nutzer das Gerät für mehrere Stunden aus der Hand, selbst wenn sie den Wechsel vor Ort durchführen lassen. Falls Sie das Gerät einschicken, dann empfiehlt auch Apple, dass Sie vorher alle Daten aus dem Speicher löschen. Dazu gibt es in den Einstellungen unter "Allgemein" den Menüpunkt "Zurücksetzen", der den Befehl "Inhalte & Einstellungen löschen" enthält.

Um welche iPhone-Modelle geht es?

Aktuell bietet Apple den günstigeren Batterietausch nur für iPhone 6, 6s und 7 an. Allerdings klagten Nutzer auch schon bei älteren Modellen sowie bei iPads darüber, dass die Geräte mit der Zeit langsamer würden. Das könnte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass neuere Versionen des Betriebssystems iOS die Hardware der alten Geräte überfordern.

Woran erkennt man, ob ein iPhone gedrosselt wird?

Das ist einer der Gründe, warum so viele Nutzer wütend auf Apple sind: Bislang sehen betroffene iPhone-Besitzer keinen Hinweis, dass ihr Gerät langsamer läuft. Softwareentwickler John Poole wies die Drosselung nach, indem er mit einem selbstgeschriebenen Programm die Geräteleistung maß. Anschließend veröffentlichte er die Ergebnisse in einem Blogeintrag.

Allerdings reduziert iOS die Systemleistung auch dann vorübergehend, wenn der Akku aus anderen Gründen weniger Energie liefert. Das kann etwa im Winter bei niedrigen Temperaturen der Fall sein. Technisch ist das nachvollziehbar, für die Nutzer aber intransparent. Apple verspricht Besserung: Es arbeite an einem Software-Update, mit dem iOS bald mehr Informationen über den Zustand des iPhone-Akkus anzeigen soll.

Wann lohnt es sich also, den Akku tauschen zu lassen?

Akkus sind Gebrauchsgegenstände und verlieren mit der Zeit an Kapazität. Wer Smartphones oder Tablets regelmäßig nutzt, muss sich auf kürzere Laufzeiten einstellen. Wie lange ein Akku hält, hängt von vielen Faktoren ab. In modernen Elektrogeräten sind meist Lithium-Ionen-Akkus verbaut, die besonders unter starker Hitze und hohen Ladespannungen leiden.

Wer seinen Akku schonen will, sollte Smartphones nach Möglichkeit zwischen 20 und 80 Prozent Kapazität halten. Tiefenentladungen und Ladevorgänge auf 100 Prozent verschleißen den Akku überproportional stark. Außerdem empfiehlt es sich, das Handy im Sommer vor der prallen Sonne zu schützen und vor dem Laden abkühlen zu lassen. Im iTunes-Store gibt es Apps wie "Battery Life", mit der man die aktuelle Kapazität des Akkus auslesen kann. Ab welchem Grad der Abnutzung die Drosselung von iOS greift, ist nicht bekannt.

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