Anonymes Internet-Kollektiv LulzSec-Hacker zwingen CIA-Webseite in die Knie

Angriff mit Symbolcharakter: Die Webseite des US-Auslandsgeheimdienstes CIA geht nach einer mutmaßlichen Cyberattacke der Hackergruppe LulzSec für einige Stunden vom Netz. Die Angreifer nehmen indes bereits neue Aufträge entgegen - per Telefon.

Hat die Hackergruppe Lulz Security wieder zugeschlagen? In einer Twitter-Botschaft rühmte sich die kurz LulzSec genannte Gruppe, die Website des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zum Absturz gebracht zu haben.

CIA-Hauptquartier in Langley, Washington, USA (Archivbild): Internetseite nicht erreichbar.

(Foto: dpa)

Die offizielle Seite der Behörde war am Mittwoch für etwa zwei Stunden nicht erreichbar. Ein CIA-Sprecher sagte auf die Frage nach einer Beteiligung von Lulz Security an dem Ausfall der Seite, entsprechende Informationen würden geprüft.

Lulz Security hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Onlineangriffe gestartet. Opfer waren unter anderem die Unternehmen Sony und Nintendo, der US-Rundfunksender PBS sowie der US-Senat. Inzwischen wird immer deutlicher, dass es sich bei LulzSec um eine Splittergruppe des Internet-Kollektivs Anonymous handelt - die beiden Gruppen liefern sich über Twitter verbale Schaukämpfe.

Bei Twitter teilte die Gruppe indes mit, auch eine Telefonhotline geschaltet zu haben, über die Wünsche für anzugreifende Ziele mitgeteilt werden könnten. Die eingehenden Anrufe leitete LulzSec in einer Art Telefonstreich aber auch an Ziele wie das FBI in Detroit weiter. Auf der Hotline gingen "pro Sekunde zwischen fünf und 20 Anrufen" ein, hieß es.

Bei dem Angriff dürfte es sich um eine Denial-of-Service-Attacke handeln. Die Hacker verfügen vermutlich über ein sogenanntes Botnet mit zahllosen infizierten Computern, die ferngesteuert werden und Angriffsziele mit einer Flut von Datenpaketen lahmlegen. Hierbei werden keine sensiblen Daten entwendet.