The Legend of Zelda: Link's Awakening

The Legend of Zelda: Link's Awakening: Mein persönlicher Höhepunkt der Gameboy-Geschichte ist The Legend of Zelda: Link's Awakening. Als das Spiel Ende 1993 erschien, hatte ich bereits einige Zeit voller Ungeduld gewartet, nachdem mir Klassenkameraden, die beneidenswerterweise ein SNES besaßen, in schillernden Farben den dritten Teil der Reihe beschrieben hatten.

Meine Erwartungen wurden dann glücklicherweise auch nicht enttäuscht. Das Spiel zog mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Es bewegte sich technisch an der Grenze des für die Konsole Möglichen, besaß eine riesengroße Spielwelt, die es nach und nach zu erforschen galt, war vollgestopft mit Rätseln, Side-Quests, versteckten Items und Mini-Spielen und besaß einen für mich anspruchsvollen aber fairen Schwierigkeitsgrad. Vor allem aber war es die Hintergrundgeschichte, die mich immer weiter trieb - auch wenn sich bereits recht früh ihre Pointe erahnen ließ.

Leider kam mir die Spiel-Kartusche irgendwann abhanden - entweder habe ich sie verloren oder ich bekam sie vom Verleihen nie mehr zurück. Bis dahin hatte ich es immer wieder durchgespielt, bis ich es annähernd auswendig konnte. Als ich es vor ein paar Monaten in einer restaurierten Fassung in der Shopping-App des 3DS entdeckte, habe ich es mir freilich sofort geladen. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie gut das Spiel gealtert ist. Natürlich ist es trotz Restaurierung technisch längst überholt, Spielzeit und -tiefe können aber immer noch mit der Konkurrenz von heute mithalten.

Matthias Kistler

Bild: Nintendo/William Warby/CC-BY-SA 18. April 2019, 10:372019-04-18 10:37:05 © Süddeutsche.de/mahu/mri