21. März 2016, 12:53 Keynote Was heute von Apple zu erwarten ist

Von Sara Weber

Es ist natürlich immer möglich, dass CEO Tim Cook das berühmte "one more thing" hervorzaubert, Apples Fans mit einer revolutionären Ankündigung Jubelschreie entlockt und einen neuen Hype befeuert. Bisher zeichnet sich für Montagabend aber eher eine konservative Apple-Keynote ab, auf der das Unternehmen in seinem Sitz in Cupertino neue Geräte und Software präsentieren wird. Bis auf eine Ausnahme.

Welche Produkte der Konzern vorstellen wird und auf welche Updates Kunden wohl noch bis zum Sommer oder Herbst warten müssen, hat SZ.de zusammengefasst:

Was sicher kommen wird: das iPhone SE

iPhone 6c, iPhone 5SE und jetzt iPhone SE: Der Name, unter dem über das Gerät gesprochen wurde, hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder verändert, doch die Rahmenbedingungen sind gleich geblieben. Das vier Zoll große Gerät soll sich an Nutzer richten, denen iPhone 6s und 6s Plus zu groß sind und die deshalb an ihren Apple-Smartphones aus der 4er- und 5er-Generation festhalten. Optisch dürfte das Telefon dem iPhone 5s ähneln.

Das iPhone SE wird vermutlich in zwei Varianten auf den Markt kommen, mit 16 und 64 GB Speicherplatz. Beide Geräte werden mit einem A9-Prozessor, 12-Megapixel-Kamera und NFC ausgestattet sein. Dann wäre ein kleines iPhone erstmals mit Apple Pay kompatibel. Das neue Feature 3D Touch wird wohl dem iPhone 6s vorbehalten bleiben.

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Der genaue Preis für das iPhone SE ist noch nicht bekannt, es wird jedoch vermutet, dass es in den USA zwischen 400 und 500 Dollar kosten wird. Das iPhone 5s soll entweder aus dem Sortiment genommen oder deutlich günstiger angeboten werden als bisher.

Was ziemlich sicher kommen wird: ein kleineres iPad Pro

Auch beim neuen iPad hat sich der gemutmaßte Name verändert, als die Veranstaltung näher gerückt ist: Anfangs sprachen Experten noch vom iPad Air 3, mittlerweile scheint es jedoch sicher, dass das neue Modell als iPad Pro verkauft wird. Optisch soll sich das neue Tablet am iPad Air 2 orientieren: 9,7 Zoll Größe, auch Form und Gewicht sollen ähnlich sein. Die Ausstattung hingegen wird wohl eher an das iPad Pro erinnern: A9X-Prozessor, einen Smart-Connector-Anschluss, der Smart Keyboard und Apple Pencil unterstützt, sowie eine 12-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Geräts.

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Wie Apple-Experte Mark Gurman von 9to5 Mac berichtet, wird der Einstiegspreis wohl bei 599 US-Dollar liegen, für das 32-Gigabyte-WiFi-Modell. Wer mehr Speicherplatz oder die Möglichkeit haben möchte, mit dem iPad auch LTE zu nutzen, muss mehr bezahlen. Neben einem 32-GB-Modell soll auch eines mit 128 Gigabyte auf den Markt kommen. Das iPad Air 2 wird wohl nicht aus dem Sortiment genommen und soll künftig 499 Dollar kosten.

Was vermutlich kommen wird: Software Updates

Nicht nur neue Geräte sollen präsentiert werden, sondern auch neue Software. Besonders sehnsüchtig erwartet: die neue Version von iTunes, die das Zusammenspiel mit Apple Music verbessern könnte. In einem Interview mit Apple-Experte John Gruber deutete Software-Chef Craig Federighi einen solchen Schritt im Februar bereits an. Außerdem sollen iOS 9.3 für das iPhone, watchOS 2.2 für die Apple Watch, tvOS 9.2 für den Apple TV und OS X 10.11.4 für den Mac vorgestellt werden.

Was für Ästheten interessant wird: mehr Armbänder für die Apple Watch

Es wird wohl neue Sportarmbänder für die Apple Watch geben, weitere Nylonarmbänder - und eine schwarze Version des Milanese Loop Armbandes, die im Januar geleakt ist. Außerdem werden bei der Veranstaltung wohl neue Hermès-Armbänder vorgestellt und möglicherweise weitere Kooperationen mit Modefirmen.

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(Foto: dpa-tmn)

Die letzte Generation des MacBook Air ist genau ein Jahr alt, das 12-Zoll-MacBook erschien im April 2015, die Retina MacBook Pros im März und Mai vergangenen Jahres. Experten gehen davon aus, dass Apple neue Modelle erst Mitte des Jahres herausbringen wird, zur Entwicklerkonferenz, die üblicherweise im Juni stattfindet. Auch der Mac Pro ist seit Dezember 2013 nicht mehr erneuert worden, das Standalone-Display Thunderbird wurde seit 2011 nicht mehr aktualisiert.

Auch wenn sich viele Nutzer verbesserte Version der Apple Watch wünschen, werden sie vermutlich noch bis zum Herbst darauf warten müssen. Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Apple in dieser Woche die zweite Generation seiner Smartwatch vorstellen wird.

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Worüber sonst noch geredet werden könnte: das FBI

Am Dienstag werden sich Apple und das FBI wieder vor Gericht begegnen. Es geht weiterhin darum, ob das Unternehmen der Behörde helfen muss, das verschlüsselte iPhone des Attentäters von San Bernardino zu knacken. Tim Cook könnte die Bühne nutzen, um das Thema erneut anzusprechen - es würde die Keynote von der Produkt-Show zur hochpolitischen Veranstaltung machen. Vielleicht belässt es Apple auch bei einer Andeutung und wendet sich dann wieder seinen Schöpfungen zu.

In den vergangenen Tagen war Cook alles andere als still: In einem großen Interview mit dem US-Magazine Time äußerte er sich ausführlich zu dem Fall.

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Wie Sie die Apple Keynote live sehen können

Die Veranstaltung wird auf der Apple-Website übertragen. Auch Windows-Nutzer sollen den Stream sehen können, allerdings nur, wenn sie das neueste Betriebssystem Windows 10 und den Browser Edge verwenden. Außerdem wird die Veranstaltung auf dem Apple TV gezeigt. SZ.de wird die Keynote mit einem Live-Ticker begleiten.