6. Oktober 2015, 09:45 Max Schrems vs. Facebook EuGH erklärt Datenabkommen mit USA für ungültig

Die persönlichen Daten europäischer Internetnutzer sind in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff der Behörden geschützt. Das hat der Europäische Gerichtshof am Dienstag in Luxemburg entschieden (Az: C-362/14). Deshalb wurde die Vereinbarung zur einfachen Datenübermittlung in die USA ("Safe Harbor") für ungültig erklärt.

Ein irisches Gericht wollte vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg wissen, ob die nationalen Behörden das Datenschutzniveau in den USA auch selbst prüfen können oder müssen - oder ob sie an das europäische-amerikanische Safe-Harbor-Prinzip gebunden sind.

Weg frei für Max Schrems

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Max Schrems vs. Facebook

Was die Entscheidung des EuGH bedeutet

Das Urteil der Richter betrifft womöglich nicht nur Facebook, sondern Tausende US-Konzerne - und auch Sie.   Von Simon Hurtz

Das Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA erlaubt es europäischen Unternehmen und den europäischen Tochtergesellschaften amerikanischer Firmen, personenbezogene Daten in die Vereinigten Staaten zu übermitteln.

Mit dem Urteil ist der Weg für die Prüfung einer Beschwerde des österreichischen Datenschutz-Aktivisten Maximilian Schrems frei. Er verlangt vom irischen Datenschutzbeauftragten, die Übermittlung seiner Facebook-Daten durch die Europäische Facebook-Zentrale auf US-Server zu unterbinden. Zur Begründung verweist er insbesondere auf den NSA-Skandal.

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Facebook-Urteil: Ein richtiger Schritt in Sachen Datensicherheit?

Der EuGH hat im Fall Schrems gegen Facebook entschieden: Das "Safe Harbor"-Abkommen ist ungültig, personenbezogene Daten dürfen nicht grundsätzlich an die USA übermittelt werden. Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.