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Von Wohnheim bis WG:Von WG bis Wohnen gegen Hilfe

WG: Die meisten deutschen Studenten - der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge etwas mehr als ein Viertel - wohnen in einer WG. Sie teilen sich Kosten und Gemeinschaftsräume und haben im besten Fall auch noch jemanden zum gemeinsamen Kochen am Abend.

Gerade in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt kann es teils schwierig sein, Vermieter von der Neugründung einer WG zu überzeugen, wenn die Konkurrenz aus gutverdienenden Paaren oder Singles übermächtig ist. Auch hier hilft es, eine Bürgschaft der Eltern bereitzuhalten und außerdem einen der künftigen Mitbewohner als Ansprechpartner und Hauptmieter zu benennen.

Leichter findet sich da ein Zimmer in einer WG - entweder über Freunde und Bekannte, das Schwarze Brett und Zeitungen oder über Portale wie www.wg-gesucht.de oder www.studentenwg.de. Auch Facebook und private Mailverteiler können für WG-Suchende interessant sein.

Studentenwohnheim: In vielen Studentenstädten gibt es in Wohnheimen eine Wartezeit von einigen Semestern; bei Wohnheimen privater Träger kommen Bewerber unter Umständen schneller zum Zug, weil dort bestimmte Kriterien wie das Geschlecht oder das Studienfach die Konkurrenz verkleinern oder sie sich bei Castings persönlich vorstellen müssen. Um Studienanfängern eine Chance zu geben, werden manchmal auch Plätze unabhängig von der Wartezeit verlost.

Wohnheime sind beliebt, weil die Bewohner leicht neue Leute kennenlernen und die Mieten sehr günstig sind. Dafür teilen sie sich die Küche und teils auch das Bad mit den Mitbewohnern und haben meist nur ein kleines Zimmer für sich. Eine Übersicht über die Wohnheime der jeweiligen Stadt findet sich beim örtlichen Studentenwerk.

Untermiete: Nur wenige Prozent der Studenten in Deutschland wohnen zur Untermiete. Gerade in Städten, wo der Wohnraum knapp ist, können aber Privatzimmer oder Modelle wie Wohnen gegen Hilfe eine Chance sein. Neben Wohnheimplätzen bieten die Studentenwerke der Unistädte meist auch Privatzimmervermittlungen an, an die sich sowohl Vermieter wie auch Studenten wenden können. Teils lassen sich die Zimmer, die einzeln in größeren Wohnungen oder Einfamilienhäusern vermietet werden, auch in Online-Datenbanken wie zum Beispiel hier recherchieren.

Eine Sonderform der Untermiete ist "Wohnen gegen Hilfe", wo ältere Menschen gegen Unterstützung im Haushalt Studenten ein kostenloses oder zumindest sehr günstiges Zimmer zur Verfügung stellen. Als Faustregel gilt: ein Quadratmeter Wohnfläche gegen eine Stunde Hilfe beim Einkaufen, Putzen oder bei Behördengängen pro Monat. Entsprechende Angebote gibt es mittlerweile in vielen Studentenstädten. Weiterhelfen können hier das Studentenwerk, die Stadtverwaltungen oder Sozialverbände.