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USA:17-Jähriger an acht Elite-Unis angenommen

Mit einem akademischen Luxusproblem muss sich der Amerikaner Kwasi Enin herumschlagen. Acht der besten Unis der USA buhlen um den erst 17-Jährigen. Einen Favoriten hat der Teenager schon.

Soll es nun Harvard, Yale oder Princeton sein? Columbia, Brown, Cornell oder doch Dartmouth? Und wie wäre es mit der University of Pennsylvania? Viele ehrgeizige Schüler träumen davon, an einer der Elite-Universitäten der USA zu studieren. Der 17-jährige Kwasi Enin aus der Nähe von New York hat es jetzt geschafft, von allen acht Hochschulen der sogenannten Ivy-League aufgenommen zu werden.

Princeton schickte bereits im Dezember eine Zusage, die anderen folgten in der vergangenen Woche. Auch mehrere andere Universitäten boten dem Teenager einen Studienplatz an. Die Ivy-League-Hochschulen haben extrem anspruchsvolle Zulassungsbedingungen und nehmen durchschnittlich nur etwa jeden zehnten Bewerber an. Neben guten Noten müssen auch noch hohe Punktzahlen bei speziellen Tests erreicht und Bewerbungsessays vorgelegt werden.

Die Zeitung USA Today zitiert eine Expertin, die Enins Erfolg erklärt. Die Elite-Unis seien wegen eines Überschusses an Studentinnen auf der Suche nach männlichen Bewerbern, Enin sei unter den besten zwei Prozent des Abschlussjahrgangs seiner Schule. Auch, dass er Sohn ghanaischer Einwanderer sei, hebe ihn hervor. Er spielt Violine, singt im Chor und arbeitet ehrenamtlich in einem Krankenhaus. Punkte im Lebenslauf, die in der Ivy League allesamt geschätzt werden.

Mit seinem großen Erfolg hatte Enin nach eigener Aussage nicht gerechnet. Er habe es einfach mal versuchen wollen. "Vielleicht sagen ja zwei oder drei zu, habe ich mir gedacht. Ich hatte noch nie von jemandem gehört, der an allen acht angenommen worden ist", sagte er der Zeitung Newsday.

In ihrem fast 30-jährigen Berufsleben habe sie so etwas noch nicht gesehen, berichtete Enins Studienberaterin, Nancy Winkler, der Zeitung USA Today. "Es ist schon eine große Sache, wenn wir einen Schüler haben, der sich an ein oder zwei Ivy-League-Unis bewirbt. An einer oder zwei angenommen zu werden, ist eine riesengroße Sache. Das hier ist außergewöhnlich."

Eine erste Tendenz

Auch die Familie ist stolz. Enin sei ein großartiger Junge. Er sei "schon früh darauf trainiert worden, viel zu erreichen. Wir haben ihn ermuntert, ein sehr guter Schüler zu sein und bislang hat er das auch bewiesen", zitiert Newsday den Vater des Jungen.

Kwasi Enin, der Medizin und Musik studieren will, muss sich jetzt nur noch entscheiden. Princeton habe ihm bislang die besten Stipendien angeboten, sagte der Schüler. Aber er tendiere zu Yale. "Sie scheinen all das zu verkörpern, was ich von einer Uni will. Das Familiäre. Die wunderbare Ausbildung. Studenten aus aller Welt. Und finanzielle Unterstützung."