Neue Elite-Standorte:Diese Unis sind jetzt exzellent

Es geht um Millionen und um Renommee: Bundesweit haben zehn Hochschulen und ein Verbund den Titel "Exzellenzuniversität" erhalten. Die Gewinner.

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Jubel nach der Entscheidung

TU Dresden bleibt 'Exzellenzuniversität'

Quelle: dpa

Freude in Dresden: Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden, jubelt im Dülfersaal der TU bei einer Live-Übertragung der Pressekonferenz zur Entscheidung der Exzellenzkommission. Die TU Dresden darf weiterhin den Titel 'Exzellenzuniversität' tragen und die damit verbundenen Fördermittel erhalten. Ausgezeichnet wurden insgesamt zehn Universitäten und ein Hochschulverbund. Der Überlick über die Gewinner.

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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

SuperC; Aachen Rheinisch-Westfälische Technische Universität

Quelle: Peter Winandy/RWTH

Grund zur Freude hatte einmal mehr die RWTH Aachen. Die traditionsreiche Technikuniversität hatte im Exzellenzwettbewerb in der Vorrunde im vergangenen Herbst den Zuschlag für drei Forschungsschwerpunkte, in denen unter anderem alternative Treibstoffe gesucht werden und neue digitale Produktionstechniken für die Industrie. Gekrönt wird der Erfolg nun mit dem Titel als Exzellenzuniversität.

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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Universität Bonn

Quelle: Volker Lannert/Universität Bonn

Seit Januar hat die Uni Bonn sechs Exzellenzcluster, mehr als jede andere Hochschule in Deutschland. Es überrascht daher nicht, dass Bonn nun auch offiziell zum Kreis der Elite-Unis gehört. Geforscht wird in den Bonner Clustern unter anderem über "assymmetrische Abhängigkeiten in vormodernen Gesellschaften". Die Wissenschaftler wollen damit Lücken schließen, weil sich die Forschung bisher vor allem auf Sklaverei auf dem amerikanischen Kontinent und in der Antike konzentrierte; andere Regionen und Formen der Ausbeutung sind aus Sicht der Bonner bislang vernachlässigt worden. Ein weiterer Cluster ist in der Mathematik angesiedelt, ihm gehört auch als prominenter Forscher Peter Scholze an, der kürzlich mit der Fields-Medaille geehrt wurde. Daneben gibt es in Bonn noch einen Cluster, der sich mit dem Einsatz von Robotern in der Landwirtschaft befasst, sowie einen Schwerpunkt zur Erforschung des Immunsystems.

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Technische Universität Dresden

Technische Universität Dresden

Quelle: Eckold/TUD

Dresden konnte den Titel verteidigen: Seit 2012 gehört die TU Dresden bereits zu den Exzellenzuniversitäten. Im Herbst wurden drei der sechs Clusteranträge bewilligt, die TU konnte damit erneut ins Rennen um den Titel als Elite-Uni gehen. In den Clustern beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher mit intelligenten Werkstoffen, Informationstechnik und Mikroelektronik.

Im Bild: Foyer des Biologie-Gebäudes

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Universität Hamburg

Universität Hamburg

Quelle: UHH/Denstorf CeNak

Die Uni Hamburg bekam in der ersten Runde im vergangenen Herbst für vier Cluster einen Zuschlag. In einem der geförderten Forschungsbereiche beschäftigen sich die Wissenschaftler mit dem Klimawandel, ein weiterer beschäftigt sich mit Astrophysik und Kosmologie, jeweils einen Cluster gibt es im Bereich Nanowissenschaften und im Bereich der Manuskriptforschung. Dieser Forschungsschwerpunkt befasst sich unter anderem mit der Frage, warum wir Verträge überhaupt unterschreiben müssen. Nun ist Hamburg die nördlichste deutsche Exzellenzuniversität; die ebenfalls angetretene Uni Kiel bekam den Titel nicht.

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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Heidelberg Universität Alte Aula

Quelle: Universität Heidelberg/HeidlCon

Erfolgreich war auch Heidelberg. Die Uni Heidelberg ist mit zwei Clustern im Rennen um den Exzellenztitel gegangen. Einer befasst sich sehr breit mit dem Thema Strukturen - von der subatomaren Teilchenphysik bis zur Kosmologie und Neurowissenschaft. In einem weiteren Cluster geht es um neue Fertigungstechniken. An diesem Cluster sind auch Kollegen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt.

Im Bild: Alte Aula der Universität Heidelberg

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Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Quelle: Heinrich Hübsch/wiki commons (CC BY-SA 3.0)

Der gemeinsam mit der Uni Heidelberg getragene Cluster "3D Designer-Materialien" verbindet Natur- und Ingenieurwissenschaften. Das Ziel des Projekts, schreibt das KIT, sei die "vollständige Digitalisierung der 3D-Fertigung und Materialverarbeitung". In einem weiteren Cluster erforscht das KIT neue Formen der Energiespeicherung. Das KIT wurde nun ebenfalls als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.

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Universität Konstanz

Schwarmverhalten von Fischen

Quelle: dpa

Die Uni Konstanz gehörte schon in früheren Runden zum Kreis der Elite-Unis und konnte die Gutachter auch dieses Mal überzeugen. Im Cluster "Die politische Dimension der Ungleichheit" untersuchen sie Ungleichheiten im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt und in der Mitbestimmung. Im Bereich "Kollektives Verhalten" wollen die Forscher besser verstehen, wie Vogelschwärme, Tierherden oder auch menschliche Gesellschaften funktionieren.

Im Bild: An der Uni Konstanz erforschen Wissenschaftler das kollektive Verhalten von Fischen, hier am Beispiel eines vielgestreiften Schneckenbuntbarsches (Neolamprologus multifasciatus).

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Technische Universität München

München TU Garching Parabelrutsche

Quelle: Armando Guerra/MA TUM

Die Münchner Unis galten im Vorfeld als gesetzt und haben sich auch in der Endrunde des Exzellenzwettbewerbs durchgesetzt. Die TU München konnte im Herbst vier Exzellencluster gewinnen und hatte dadurch gute Chancen auf den Elite-Uni-Titel. Erforscht werden in den Clustern der TU Fragen der Energiewandlung, die Quantentechnologie, die Entstehung des Universums und neurologische Krankheiten.

Im Bild: Parabelrutsche in der Magistrale des TU-Standorts Garching

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Ludwig-Maximilians-Universität

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Quelle: Alessandra Schellnegger

Die erste Hürde hat im vergangenen Jahr auch die LMU München genommen, die ebenfalls den Zuschlag für vier Cluster erhielt. Sie beschäftigen sich unter anderem mit neurologischen Erkrankungen wie Demenz, Schlaganfall oder Multipler Sklerose sowie intelligenten Formen der Energieumwandlung, bei denen zum Beispiel Photovoltaik-Technik und Batterien verknüpft werden. Die Juroren ernannten die LMU nun zur Exzellenzuniversität.

Im Bild: Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München

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Eberhard Karls Universität Tübingen

Eberhard Karls Universität Tübingen

Quelle: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen

Über den Titel als Exzellenuniversität kann sich auch die traditionsreiche Universität in Tübingen freuen. Im Herbst erhielt die Uni drei neue Cluster und hatte damit die Teilnahmebedingungen für die Endrunde locker erfüllt. Die Forschungsverbünde widmen sich der Individualisierung von Tumortherapien, dem Einsatz von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Wissenschaft.

Im Bild: Universitätsbibliothek Tübingen

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Verbund der Berliner Universitäten

Humboldt-Universität

Quelle: dpa

In Berlin haben sich die drei großen Universitäten und die Charité zusammengetan, um gemeinsam den Exzellenztitel zu erringen. Insgesamt sieben Exzellenzcluster konnte der Verbund im vergangenen Jahr gewinnen. In den Clustern geht es unter anderem um die Erforschung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, um ein besseres Verständnis von Intelligenz, die weltweiten Herausforderungen für liberale Demokratien, Katalysatoren und ein neues Verständnis von Literatur in globaler Perspektive. Die geballte Forschungskraft überzeugte die Gutachter: Der Berliner Verbund ist nun offiziell Exzellenzuniversität. Die Leibniz-Universität Hannover und die Medizinische Hochschule, die als zweiter Verbund gemeinsam angetreten sind, konnten den Titel dagegen nicht erlangen.

Im Bild: Alexander von Humboldt-Denkmal vor der Humboldt-Universität zu Berlin

© SZ.de/dd/berk/stein/swi
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