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Studium:So fühlt sich das Uni-Leben an

"LebensWELT Hochschule" lautet das Thema des aktuellen Plakatwettbewerbs des Deutschen Studentenwerks: eine Auswahl der besten Kreationen.

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Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Wie geht es den Studierenden an der Uni? Fühlen sie sich nur ge- oder bereits überfordert? Und ist "studieren" noch immer ein Synonym für "viel feiern und gelegentlich in der Mensa vorbeischauen"? Diese und andere Fragen hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) den Teilnehmern in seinem 31. Plakatwettbewerb gestellt - und sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Zum Beispiel diesen gar nicht glücklich dreinblickenden Vogel.

Titel: "In sechs Semestern abheben"; Künstlerin: Anna Ziegler

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Das Motto des Wettbewerbs 2017 lautete "LebensWELT Hochschule". In der - so suggerieren es zumindest die Beiträge - funktioniert nicht alles perfekt. Die Teilnehmer, Studierende der Fächer Visuelle Kommunikation, Kommunikationsdesign und Grafikdesign, haben etwa zu volle Hörsäle und Prüfungsstress visualisiert.

Titel: "Platzmangel"; Künstlerin: Jacqueline Hintze (3. Preis)

Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Schon bei vergangenen Wettbewerben hatten die Teilnehmer Problemfelder mit mindestens universitärer, meist sogar gesellschaftlicher Tragweite bearbeitet. Da ging es zum Beispiel um Ernährung und Diversität, aber auch um ein Thema, von dem so gut wie alle Studierenden betroffen sind: studentische Wohnungsnot.

Titel: "Plattarsch"; Künstlerin: Çiya Rädler

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Obwohl - vielleicht auch gerade weil das diesjährige Thema recht allgemein gehalten war, haben sich so viele Künstler an dem Wettbewerb beteiligt wie noch nie. 381 Design-Studierende von 30 Hochschulen aus ganz Deutschland reichten insgesamt 706 Plakate beim DSW ein.

Titel: "Angstplatz"; Künstler: Milan Gress (2. Preis)

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Ein besonders vieldeutiges stammt von Niklas von Winterfeld von der Hochschule Mannheim: der Doktorhut als Dach über dem Kopf. Eine Absicherung fürs ganze Leben einerseits und andererseits vielleicht auch manches Mal als Last? Diese Idee überzeugte die fünfköpfige Fachjury derart, dass sie das Plakat mit dem ersten Preis prämierte - 3000 Euro Preisgeld inbegriffen.

Titel: "Akademikerhaushalt"; Künstler: Niklas von Winterfeld (1. Preis)

Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

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DSW-Präsident Dieter Timmermann freut sich über das Interesse der Studierenden: "Es scheint den Design-Studierenden ein echtes Anliegen zu sein, zu visualisieren, wie sie die Hochschule, wie sie das Studium erleben. Das zeigt, dass wir mit dem Wettbewerbsthema einen Nerv getroffen haben."

Titel: "Melkmaschine"; Künstlerin: Çiya Rädler

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Kritik am straffen System aus Bachelor und Master: Viele Studierende erwarten sich vom Studium mehr als die Jagd nach den wertvollen Credit Points. Für tiefgehende Recherche und umfassendes Lernen ist aber besonders im Bachelor oft kaum Zeit.

Titel: "Credit Points"; Künstler: Christian Himmelspach (3. Preis)

Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Gefördert wird der Plakatwettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner. Insgesamt wird ein Preisgeld von 10 000 Euro an die Macher der prämierten Einreichungen ausbezahlt. Ein 3. Preis und damit 1000 Euro gingen an "Community".

Titel: "Community"; Künstlerin: Chantal Schlenker (3. Preis)

Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Für den seit 1987 ausgetragenen Wettbewerb sollen Studierende Uni-Themen "über plakativ zugespitzte Botschaften der Öffentlichkeit kommunizieren", wünscht sich das DSW. Das dürfte bei diesem unmissverständlichen Plakat geglückt sein.

Titel: "Fassade"; Künstler: Cliff Richter

Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Wie schon bei der von einer Hochhausfassade verdeckten Holzhütte im Bild zuvor geht es auch hier um Schein und Sein der Studienwelt. Nur eben aus einer individuelleren und menschlichen Perspektive.

Titel: "Oben hui, unten pfui!"; Künstler: Sibylle Hornung, Elisabeth Thoma und Elmas Bagci

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Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Das gute alte Klischee vom Deutschen, der sich im Ausland gern seine liebste Liege am Pool in aller Herrgottsfrühe mit einem Handtuch reserviert, dient hier als Anspielung. Das Plakat hat einen ernsten Hintergrund: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren zum Wintersemester 2016/17 2,8 Millionen Studenten immatrikuliert, fast 50 000 mehr als ein Jahr zuvor. Da wird es vielerorts in den Hörsälen eng, zudem leidet die Betreuungssituation, wenn immer mehr Studierende auf eine kaum mitwachsende Anzahl von Dozenten treffen.

Titel: "Reserviert!"; Künstlerin: Julia Eising (2. Preis)

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Quelle: Deutsches Studentenwerk

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Zum Abschluss noch ein Beitrag zum Thema Lernen - auf dieser Buchseite scheint mit Ausnahme einiger Zeilen jedenfalls alles in irgendeiner Form klausurrelevant zu sein.

Wer sich selbst ein Bild sämtlicher Plakate - wir präsentieren Ihnen nur eine Auswahl - machen möchte, kann dies übrigens tun. Die besten 30 Plakatmotive touren nun als Wanderausstellung beinahe zwei Jahre durch die Studentenwerke.

Titel: "Klausurrelevant"; Künstlerin: Lea Zimmermann

© SZ.de/mkoh/lho

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