Studium mit Doppel-Abschluss:Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Wer es geschafft hat, nimmt sein Studium meist an der Heimathochschule in Deutschland auf und wechselt dann nach einigen Semestern an die Partnerhochschule im Ausland. Bei trinationalen Studiengängen ist dann in den höheren Semestern noch eine dritte Station vorgesehen. Teilweise ist auch ein Praktikum in ausländischen Unternehmen in den Studiengang integriert. Gerade in den ersten Semestern wird das eigentliche Studienfach häufig durch Sprachkurse oder landeskundliche Seminare als Vorbereitung für den Auslandsaufenthalt ergänzt.

Anders als Gaststudenten arbeiten Studenten in internationalen Studiengängen auch an den ausländischen Hochschulen ganz normal mit und machen Prüfungen. Die beteiligten Hochschulen haben Studienverlauf und -inhalte aufeinander abgestimmt. Um die Anerkennung von Studienleistungen, Überschneidungen der Vorlesungszeiten der jeweiligen Hochschulen und Einhaltung der Regelstudienzeit müssen sich Studenten keine Sorgen machen. Am Ende bekommen die Absolventen in bi- oder trinationalen Studiengängen Zeugnisse von allen beteiligten Hochschulen (double degree) oder ein gemeinsam ausgestelltes über den Mehrfachabschluss (joint degree).

Internationale Studiengänge sind sehr angesehen und versprechen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nicht nur wegen der guten Sprachkenntnisse und der intensiven Auslandserfahrung der Absolventen, sondern auch wegen der meist hohen Anforderungen. Das Lernpensum ist hoch, der Anspruch auch, weil Studenten den Stoff gleich in mehreren Sprachen bewältigen müssen.

Hinzu kommen organisatorische Herausforderungen, weil alle paar Semester der Umzug in eine neue Stadt geregelt werden muss. Den Studenten verlangt das viel Mobilität und Flexibilität ab. Für Personaler kann das ein wichtiges Kriterium sein und ein Signal, dass sie über die erworbenen Qualifikationen hinaus einen besonders motivierten und engagierten Bewerber vor sich haben.

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