Kuriose Studienfächer "Körperpflege? Das kann man studieren?"

Waschen, schneiden, legen? Hinter manchen Studiengängen steckt nicht ganz das, was ihr Name erwarten lässt.

(Foto: Susann Prautsch/dpa)

Neben BWL und Medizin haben Hochschulen inzwischen exotische Studiengänge im Angebot - wie Zukunfts-Design. Drei Studierende erzählen.

Von Christiane Bertelsmann

Gleich auf ihrer Startseite zeigt die Webseite Hochschulkompass mehr als 20 000 unterschiedliche Studiengänge an - Tendenz steigend. Und da sollen Interessenten das Richtige für sich finden? Schwierig, auf den ersten Blick vielleicht sogar unmöglich.

"Die Wahlmöglichkeit hat auch Chancen", sagt Christiane Mateus, "durch die Fülle des Angebots sind Studienanfänger dazu gezwungen, sich intensiver mit der Studienwahl zu beschäftigen." Mateus ist stellvertretende Leiterin der Zentralen Studienberatung an der LMU München, mit mehr als 51 000 Studierenden zählt die Hochschule zu den größten Präsenz-Universitäten Deutschlands.

"Die Studienentscheidung ist ein Prozess, das braucht Zeit", sagt Mateus. Den Grund für die hohe Anzahl an Angeboten sieht die Beraterin zum einen in der starken Ausdifferenzierung der Studienfächer durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge, zum anderen im Ausbau der Fachhochschulen.

Womit willst du dich in den nächsten drei bis fünf Jahren intensiv beschäftigen? Auch das ist eine Frage, die Mateus in ihrer Beratung immer wieder stellt. "Je höher der Grad an Motivation für das Fach, an Identifikation mit ihm, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit eines sehr guten Abschlusses", sagt sie. "Das kann auch ein kleines, auf den ersten Blick eher abseitiges Fach sein. In jedem Fall lernen die Studierenden, kritisch zu denken, sich eine Methodik anzueignen und reflektiert an eine Problemstellung heranzugehen."